Motorradfahrer flieht vor Polizei in Altena – und scheitert spektakulär
Olav RuppertMotorradfahrer flieht vor Polizei in Altena – und scheitert spektakulär
20-Jähriger Motorradfahrer nach Flucht vor Polizeikontrolle in Altena festgenommen
Ein 20-jähriger Motorradfahrer wurde am Mittwoch in Altena festgenommen, nachdem er versucht hatte, eine Polizeikontrolle zu fliehen. Der Vorfall ereignete sich um 17:44 Uhr auf der Bahnhofstraße, wo Beamte im Rahmen einer europaweiten Verkehrssicherheitskampagne Kontrollen durchführten. Dem Fahrer drohen nun mehrere Anklagepunkte, darunter Fahren ohne Führerschein und die Verwendung gefälschter Kennzeichen.
Im Zuge derselben Aktion erwischten die Beamten elf Autofahrer bei überhöhter Geschwindigkeit und verhängten Bußgelder gegen andere, die während der Fahrt ihr Handy nutzten. Die verschärften Kontrollen sind Teil der Initiative „Augen auf die Straße“, die Ablenkung und gefährliches Fahrverhalten bekämpfen soll.
Die Probleme begannen, als der Motorradfahrer sich weigerte, für einen Streifenwagen mit Blaulicht und Martinshorn anzuhalten. Statt zu bremsen, gab er Gas und führte die Polizisten auf eine Verfolgungsjagd durch mehrere Straßen. Sein Fluchtversuch endete abrupt, als er in der Nähe des Beginns der Uferstraße die Kontrolle über das Motorrad verlor. Die Beamten konnten ihn schließlich im Bereich Küstersort festnehmen.
Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass das Motorrad ein gefälschtes Kennzeichen trug. Der Fahrer, der über keinen gültigen Führerschein verfügt, muss sich nun wegen mehrerer Verstöße verantworten – darunter Fahren ohne Versicherung, Kennzeichenmissbrauch und die Beteiligung an einem nicht genehmigten Straßenrennen.
Die Kontrolle war Teil der Beteiligung der Altenaer Polizei an der europaweiten „Roadpol“-Kampagne. Seit Beginn der Woche haben die Beamten zwölf Fälle von Handynutzung am Steuer dokumentiert. Jeder Verstoß wird mit einem Bußgeld von 100 Euro, einer Bearbeitungsgebühr und einem Punkt in Flensburg geahndet.
Neben Geschwindigkeitsüberschreitungen missachteten fünf Autofahrer rote Ampeln. Weitere fünf Fahrer oder Halter wurden angezeigt, weil sie keine vorgeschriebene Versicherung vorweisen konnten. Acht Raser erhielten sofortige Geldstrafen, während gegen drei Fahrern wegen schwerwiegenderer Verstöße offizielle Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wurden.
Der Motorradfahrer bleibt weiterhin wegen mehrerer Verkehrsvergehen in Untersuchung. Die Polizei hat noch nicht bestätigt, ob weitere Anklagen folgen werden. Unterdessen läuft die Kampagne „Augen auf die Straße“ weiter – die Beamten gehen in Altena gezielt gegen abgelenktes und rücksichtsloses Fahren vor. Ziel der Aktion ist es, durch strengere Kontrollen von Rasern, Handybenutzung und anderen riskanten Verhaltensweisen die Unfallzahlen zu senken.






