15 February 2026, 00:22

Mülheimer Seniorin fällt auf perfide App-Store-Betrüger herein und verliert Vermögen

Ein buntes Plakat mit einem blauen Hintergrund und weißer fetter Schrift, betitelt mit "Wie man Studentenkreditschwindeleien vermeidet", mit einer kleinen Illustration eines Studenten mit einem Vergrößerungsglas in der oberen rechten Ecke und einer Liste von Schritten, um Schwindeleien zu vermeiden.

Mülheimer Seniorin fällt auf perfide App-Store-Betrüger herein und verliert Vermögen

Betrugsopfer aus Mülheim verliert sechsstelligen Betrag nach perfider App-Store-Masche

Eine ältere Frau aus Mülheim hat nach einem raffinierten Betrug im App Store einen sechsstelligen Geldbetrag verloren. Die Betrüger gaben sich als Sicherheitsmitarbeiter einer Handelsplattform aus und überredeten sie während eines langen Telefonats, Geld auf ihr Girokonto zu überweisen. Die Polizei warnt seitdem vor ähnlichen Maschen.

Der Betrug begann, als die Geschädigte eine Push-Nachricht auf ihrem Smartphone erhielt – angeblich vom App Store. Die Nachricht forderte sie auf, aus dringenden Sicherheitsgründen eine bestimmte Nummer anzurufen.

Als sie die Nummer wählte, behauptete der Anrufer, zum Sicherheitsteam des App Stores zu gehören. Er erklärte ihr, Betrüger hätten ihr Girokonto genutzt, um Kryptowährung zu kaufen. Unter Druck folgte sie seinen Anweisungen und lud eine Fernzugriffssoftware auf ihren PC herunter. Dadurch konnten die Kriminellen die Kontrolle über ihren Computer übernehmen und sie beim Login in ihr Bankkonto anleiten.

Im Laufe mehrerer Transaktionen überwies die Frau insgesamt einen sechsstelligen Betrag auf ein vermeintlich "sicheres Konto". Erst als ihr Konto limitiert war, beendete der Betrüger das Gespräch. Als ihr die Sache verdächtig vorkam, erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Die Behörden rufen die Bevölkerung zur Wachsamkeit auf. Sie raten dringend davon ab, persönliche oder finanzielle Daten an unbekannte Anrufer weiterzugeben. Zudem sollte man keine Software auf Anraten Fremder installieren oder diesen Fernzugriff auf die eigenen Geräte gewähren.

Der Fall zeigt, wie stark Betrug durch Identitätsdiebstahl zunimmt – insbesondere gegen schutzbedürftige Personen. Die Polizei ermittelt weiter, doch offizielle Zahlen zu ähnlichen Vorfällen in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr liegen nicht vor. Bürger werden aufgefordert, unerwartete Anrufe zu überprüfen und niemals Geld oder Kontodaten an nicht verifizierte Quellen zu überweisen.