26 March 2026, 22:13

Münster wird zum Schauplatz für Wissenschaftsdiplomatie und Quantenphysik

Umschlag mit einer Briefmarke, die "Russland und Japan Friedenskonferenz" und ein zentrales Logo eines Gebäudes trägt.

Münster wird zum Schauplatz für Wissenschaftsdiplomatie und Quantenphysik

Eine Delegation der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Physical Society of Japan (JPS) traf sich am 14. November 2022 mit Münsters Oberbürgermeister. Bei dem Besuch wurde eine gemeinsame Erklärung zu nuklearen Bedrohungen und der friedlichen Nutzung der Wissenschaft unterzeichnet. Die DPG, eine der größten physikalischen Fachgesellschaften weltweit mit über 52.000 Mitgliedern, unterstützte zudem am folgenden Tag eine große Veranstaltung zur Quantenphysik in der Stadt.

Oberbürgermeister Tilman Fuchs begrüßte die Vertreter von DPG und JPS im Historischen Rathaus von Münster. Während des Treffens unterzeichneten DPG-Präsident Klaus Richter und JPS-Präsident Seiji Miyashita eine Erklärung, in der die Risiken von Atomwaffen hervorgehoben wurden. Das Dokument forderte zudem, dass wissenschaftlicher Fortschritt friedlichen Zwecken dienen solle.

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Am darauffolgenden Tag übernahm die DPG die Schirmherrschaft über Quantum 100, die bundesweite Abschlussveranstaltung des deutschen Quantum-Jahres. Die am 15. November abgehaltene Veranstaltung umfasste eine Ausstellung zu Anwendungen der Quantenphysik, Fachvorträge und ein Konzert mit dem Titel Fundamentale Wechselwirkungen.

Fuchs betonte später die Rolle Münsters als Zentrum für internationalen Dialog. Er verwies auf das Engagement der Stadt, durch wissenschaftliche Zusammenarbeit das grenzüberschreitende Verständnis zu fördern.

Die gemeinsame Erklärung markierte eine offizielle Position zweier führender physikalischer Gesellschaften zu globaler Sicherheit. Die Veranstaltung Quantum 100 präsentierte der Öffentlichkeit anschließend moderne Fortschritte auf diesem Gebiet. Beide Initiativen spiegelten das übergeordnete Anliegen der DPG wider, die Gesellschaft für Wissenschaft und ihre ethischen Implikationen zu sensibilisieren.

Quelle