06 February 2026, 20:34

Museen in Deutschland suchen neuen Dialog mit Nicht-Besuchenden

Ein großer Raum voller Menschen auf Bänken sitzend und stehend, mit hängenden Bannern, Deckenbeleuchtung, einem Bildschirm links und verschiedenen Objekten im Hintergrund, was auf eine Museumsatmosphäre hinweist.

Museen in Deutschland suchen neuen Dialog mit Nicht-Besuchenden

Jahreskonferenz des Visitor Research Network im Lünener Stadtmuseum

Am 2. Februar fand im Lünener Stadtmuseum die jährliche Konferenz des Visitor Research Network statt. Expertinnen und Experten aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen aus ganz Deutschland trafen sich, um über die Einbindung von Besuchenden und jenen zu diskutieren, die nur selten ein Museum betreten.

Das diesjährige Motto lautete "Fast am Ziel! – (Nicht-)Besuchende im Dialog erreichen". Der stellvertretende Bürgermeister Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretender Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen, eröffneten die Veranstaltung mit dem Appell, die Zielgruppenansprache zu verbessern. Zu den Referenten zählten Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter, die Strategien vorstellten, um auch Menschen außerhalb der klassischen Museumspubliken zu erreichen.

Das gastgebende Museum präsentierte eigene Ansätze mit Führungen durch die Dauerausstellung. Zudem wurden aktuelle Entwicklungen in deutschen Museen seit der letzten großen Fachtagung thematisiert. Viele Häuser bieten inzwischen freien Eintritt für unter 27-Jährige an, während Augsburg mit kostenlosen Sonntagen über 8.300 zusätzliche Besucher gewinnen konnte. Weitere Innovationen sind Kulturlandkarten, die barrierearme Programme sichtbar machen, oder die Umnutzung leerstehender Räume wie der Halle 116 für gemeinwohlorientierte Aktivitäten.

Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die professionelle Ausrichtung der Konferenz durch das Lünener Team.

Die Tagung zeigte neue Wege auf, wie kulturelle Einrichtungen vielfältige Zielgruppen einbinden können. In ganz Deutschland experimentieren Museen mit kostenfreiem Zugang, interaktiven Formaten und Gemeinschaftsräumen, um mehr Menschen anzusprechen. Die Diskussionen in Lünen dürften künftige Vermittlungsstrategien im Kulturbereich prägen.