Mutige Jugendtheater-Stücke begeistern beim 47. Theatertreffen in Berlin
Horst FischerMutige Jugendtheater-Stücke begeistern beim 47. Theatertreffen in Berlin
Sieben herausragende Jugendtheaterproduktionen standen im Mittelpunkt des 47. Theatertreffens der Jugend in Berlin. Das Festival präsentierte mutige, persönliche Stücke, die sich mit tiefgreifenden existenziellen Fragen auseinandersetzten. Darunter war TRAUER//FALL, eine eindringliche Auseinandersetzung mit Trauer vom Jugendclub POLYLUX des Schauspiel Köln.
Über hundert Bewerbungen gingen für das Festival ein, wobei die freie Szene die meisten Einreichungen verzeichnete. Nordrhein-Westfalen und Berlin führten bei den regionalen Einsendungen.
TRAUER//FALL überzeugte durch schonungslose Ehrlichkeit und verband privates und öffentliches Trauern. Die Darsteller:innen zwischen 13 und 18 Jahren verflochten persönliche Geschichten mit politischen Themen. Ein weiterer Höhepunkt war ANNE, eine berührende Produktion über das Leben und Vermächtnis von Anne Frank.
APOLLON – STOP TRYNA BE GOD des Kollektivs waltraud900 hinterfragte traditionelle Männlichkeitsbilder. Die Aufführung zeigte intime Dialoge zwischen den Schauspieler:innen und dem Rapper Uğur Kepenek. Einer der Protagonisten, Gustav Becker, teilte während des Festivals auch seine Leidenschaft für den Fußballverein Fortuna Düsseldorf.
Das Festival endete mit emotionalen Standing Ovations. Die Künstler:innen verließen die Bühne mit einem Gefühl von Stärke und Zusammenhalt.
Alle sieben Produktionen hinterließen durch ihre Unmittelbarkeit und emotionale Wucht einen bleibenden Eindruck. Das Festival feierte junge Stimmen, die sich furchtlos den großen Lebensfragen stellen. Für viele war es ein Moment künstlerischer Anerkennung und kollektiver Ermächtigung.






