Nackte Brüste auf Plakaten: Warum Wuppertal über Körperbilder streitet
Olav RuppertNackte Brüste auf Plakaten: Warum Wuppertal über Körperbilder streitet
'Brüste' – Empörung über nackte Brüste auf Plakaten in Wuppertal
Ein Medienprojekt aus Wuppertal wirbt mit freiem Oberkörper für den Film 'Brüste – Perspektiven auf Brüste' – jetzt gibt es Streit.
Ein Plakatmotiv in Wuppertal sorgt für Aufsehen, nachdem es mit nackten Brüsten für einen neuen Bildungsfilm warb. Die Abbildungen sind Teil der Reihe 'Brüste – Perspektiven auf Brüste' des Wuppertaler Medienprojekts und sollten Diskussionen über Geschlecht, Körperlichkeit und gesellschaftliche Normen anregen. Doch die Reaktionen fallen alles andere als neutral aus: Viele Plakate wurden innerhalb weniger Tage abgerissen oder beschmiert.
Die vom Wuppertaler Medienprojekt initiierte Kampagne zeigt anonyme Brüste ohne Köpfe oder Gesichter. Regisseur Andreas von Hören gab sich überrascht über die Heftigkeit der Kritik. Er betonte, die Darstellungen seien naturnah und stellten Frauen universell – nicht sexualisiert – dar.
Trotz der Freigabe durch den Deutschen Werberat, der keine Verstöße gegen den Anstand feststellte, lösen die Motive weiterhin Debatten aus. Viele Plakate sind bereits entfernt oder beschädigt worden. Die Kontroverse zeigt, wie angespannt das Verhältnis zur Darstellung des Körpers in der Werbung nach wie vor ist. Die Filmreihe wird dennoch wie geplant fortgesetzt und richtet sich mit ihrem Bildungsauftrag vor allem an Schulen.