18 December 2025, 10:28

Neue Wolfsjagd-Regeln: Warum Schafhalter aufatmen und Naturschützer warnen

Drei Personen auf Gras mit Hunden an weißen Leinen, mit Zelten, Schildern, einem Zaun, einem Netz, einer Tafel und Bäumen im Hintergrund.

Neue Wolfsjagd-Regeln: Warum Schafhalter aufatmen und Naturschützer warnen

Erleichterte Wolfsbejagung: Was Umweltschützer und Schafhalter dazu sagen

Teaser: Bundesregierung lockert Wolfsabschuss: Neue Regeln wegen Gloria und Co. – wie NRW-Schäfer und Naturschützer reagieren.

Artikeltext: Deutschland hat die Vorschriften für die Bejagung von Wölfen gelockert, nachdem es wiederholt Angriffe auf Nutztiere gab. Das Bundeskabinett stufte die Wölfe kürzlich im Jagdrecht um, sodass die Bundesländer die Populationen strenger regulieren können. Der Schritt folgt Vorfällen wie einem jüngsten Angriff in Nordrhein-Westfalen, bei dem eine Wölfin trotz vorhandener Schutzumzäunung Schafe auf einer Farm riss.

Die Entscheidung kommt nach Jahren steigender Wolfszahlen und zunehmender Verluste bei Nutztieren. Allein im vergangenen Jahr töteten Wölfe bundesweit über 4.300 Nutztiere – selbst dann, wenn Zäune und Herdenschutzhunde eingesetzt wurden. Gloria, eine Wölfin aus Hünxe in Nordrhein-Westfalen, durchbrach einen geschützten Zaun auf dem Hof von Erich Specht und tötete zwei Schafe, während ein weiteres verletzt wurde.

Die neuen Regelungen ermöglichen es den Behörden, Problemwölfe leichter zu bejagen. Landwirte erhalten weiterhin Fördergelder für Schutzmaßnahmen, doch Naturschützer befürchten, dass die Änderungen die Konflikte verschärfen könnten. Angesichts wachsender Wolfsbestände zielt der Ansatz der Regierung darauf ab, einen Ausgleich zwischen Nutztierschutz und Populationskontrolle zu finden.