Neues Netzwerk im Kreis Viersen stärkt den Schutz gefährdeter Kinder
Hans-Theo KuhlNeues Netzwerk im Kreis Viersen stärkt den Schutz gefährdeter Kinder
Im Kreis Viersen ist eine neue Initiative zum Schutz von Kindern gestartet. Das Interdisziplinäre Netzwerk Kinderschutz (NiK) soll die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und Einrichtungen stärken. Ziel ist es, in Fällen möglicher Kindeswohlgefährdung schneller und effektiver zu handeln.
Die Gründung des Netzwerks folgt dem Landeskinderschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (LKiSchG), das eine bessere Vernetzung der Kinderschutzstellen vorschreibt. Alle fünf Jugendämter im Kreis Viersen haben nun eine einheitliche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um ihre Partnerschaft formal zu besiegeln.
NiK wird die Zusammenarbeit durch eine dauerhafte interkommunale Steuerungsgruppe vertiefen, in der zentrale Akteure zusammenarbeiten. Markus Kalt, Leiter des Jugendamts des Kreises Viersen, betonte, dass der Schutz von Kindern eine gemeinsame Aufgabe sei. Er beschrieb NiK als eine "Kultur der Zusammenarbeit", die über fachliche und kommunale Grenzen hinausgehe. Das Netzwerk gibt keine Namen von Leitungs- oder Führungspersonen bekannt, sondern konzentriert sich darauf, Partnerschaften auszubauen, um die Reaktion in Kinderschutzfällen zu verbessern.
Der Start von NiK markiert einen strukturierten Ansatz zur Erhöhung der Kindersicherheit in der Region. Durch die Vernetzung von Jugendämtern und Beteiligten strebt das Netzwerk eine besser abgestimmte Vorgehensweise an – im Einklang mit gesetzlichen Vorgaben und den tatsächlichen Bedürfnissen der Gemeinschaft.