Neukirchen-Vluyn plant Livestreams für transparente Ratssitzungen bis 2026
Horst FischerNeukirchen-Vluyn plant Livestreams für transparente Ratssitzungen bis 2026
In Neukirchen-Vluyn liegt ein gemeinsamer Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der Linken vor, der die Einführung von Livestreams für alle öffentlichen Ratssitzungen vorsieht. Zahlreiche andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen setzen diese Praxis bereits ein und archivieren die Aufnahmen oft für eine spätere Ansicht.
Ziel des Antrags ist es, die lokale Politik zugänglicher, transparenter und barrierefreier zu gestalten. Die Initiatoren argumentieren, dass Livestreams es Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Betreuungspflichten oder Schichtarbeit ermöglichen würden, an Ratsdebatten und Abstimmungen teilzuhaben. Die drei Fraktionen wollen die Sitzungen auf moderne, ortsunabhängige Weise zugänglich machen.
Alina Böhme und Christian Pelikan, die Fraktionsvorsitzenden der Grünen, betonten, dass die Kommunalpolitik die Menschen dort erreichen müsse, wo sie sind. Livestreams würden ihrer Meinung nach das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Arbeit des Rates stärken. Elke Buttkereit von der SPD ergänzte, dass Demokratie auf Teilhabe und Transparenz angewiesen sei. Diane Vormann von der Linken unterstrich, dass politische Informationen für alle verfügbar sein sollten und digitale Werkzeuge die Verwaltung offener gestalten könnten.
Die Verwaltung wird nun die rechtlichen, technischen und finanziellen Voraussetzungen für die Umsetzung der Livestreams prüfen. Ein Umsetzungsplan soll vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 8. Juli 2026 vorgelegt werden.
Der Antrag wird in der nächsten Ausschusssitzung beraten. Bei einer Zustimmung würde sich Neukirchen-Vluyn den anderen nordrhein-westfälischen Kommunen anschließen, die bereits Livestreams nutzen. Die Änderung könnte den öffentlichen Zugang zu lokalen Entscheidungsprozessen deutlich erweitern.






