24 December 2025, 18:17

Niedersachsens Finanzamt revolutioniert Steuern und Buchhaltung bis 2025

Eine Luftaufnahme einer Stadt mit Gebäuden, Türmen, Kraftfahrzeugen, Werbetafeln, Schildern, Straßen, Bäumen, Straßenlaternen, Menschen, Absperrgittern und Informationsschildern unter einem klaren Himmel.

Niedersachsens Finanzamt revolutioniert Steuern und Buchhaltung bis 2025

Finanzamt der Stadt Niedersachsen schließt umfassende Reform der Steuer- und Buchhaltungssysteme 2025 ab

Unter der Leitung von Bernhard Bertram hat das Finanzamt der Stadt Niedersachsen im Jahr 2025 eine grundlegende Modernisierung seiner Steuer- und Rechnungssysteme durchgeführt. Die Reformen umfassten Anpassungen bei der Grundsteuer, die Einführung digitaler Werkzeuge sowie die Gründung eines städtischen Energieunternehmens. Ziel der Maßnahmen ist es, die Haushaltsbelastung zu verringern und die Effizienz der Finanzprozesse zu steigern.

Die bedeutendste Veränderung war die Umsetzung der bundesweiten Grundsteuerreform. Die Frist für die Zahlung wurde vom 15. Februar auf den 22. April 2025 verschoben, um Bürgern und Unternehmen mehr Zeit für die Anpassung zu geben. Zudem wurden differenzierte Bewertungsmaßstäbe eingeführt, die eine gerechtere Berechnung je nach Grundstücksart ermöglichen.

Zur Unterstützung der Reform setzte die Behörde eine neue Software für den jährlichen Beteiligungsbericht ein. Durch die Automatisierung verringerte sich der manuelle Dateneingabeaufwand, was Fehler reduzierte und die Bearbeitung beschleunigte. Gleichzeitig erfolgte die Migration des zentralen Finanzsystems auf Infoma online, eine cloudbasierte Plattform. Der Wechsel verlief reibungslos, sparte Kosten und minimierte Störungen im Tagesgeschäft.

Ein weiterer Meilenstein war die Gründung eines kommunalen Energieunternehmens. Dieses übernimmt künftig die Wärme- und Kälteversorgung für das Industriegelände Zanders und markiert damit einen Schritt in Richtung einer dezentralen Energiewirtschaft. Zudem brachte die Einführung einer Beherbergungsabgabe einen finanziellen Schub, der zur Stabilisierung des Stadthaushalts beitrug.

Hinter den Kulissen hatte die Abteilung Allgemeine Buchhaltung mit Personalengpässen zu kämpfen, doch bis zum Frühjahr 2026 soll die volle Personaldecke wiederhergestellt sein. Das Team überarbeitete zudem die Dienstweisungen nach §32 der Kommunalhaushalts- und -rechnungsverordnung Nordrhein-Westfalen (KomHVO NRW) vollständig, um die Einhaltung der aktualisierten Vorschriften zu gewährleisten.

Für die Zukunft ist der Start des Projekts "Digitaler Rechnungseingangsworkflow“ im frühen Jahr 2026 geplant. Es soll die Bearbeitung eingehender Rechnungen automatisieren, wobei im Frühjahr eine Übergangsphase vorgesehen ist, in der Unternehmen sich schrittweise anpassen können. In dieser Phase kann das digitale Klassifizierungsverfahren freiwillig genutzt werden, bevor es verbindlich wird.

Die Reformen haben die Finanzsysteme der Stadt auf den neuesten Stand gebracht und gleichzeitig haushaltspolitische Herausforderungen angegangen. Mit digitalen Werkzeugen, angepassten Steuerfristen und dem Fokus auf Energieautonomie bilden die Veränderungen die Grundlage für effizientere Abläufe. In der nächsten Phase stehen die vollständige Automatisierung des Rechnungswesens sowie die Rückkehr zur vollen Personalstärke bis Mitte 2026 an.