14 March 2026, 08:12

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik für weitere fünf Jahre ZDF-Intendant

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung feiert auf der Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Schlagzeile "Weitpreubliche Zeitung".

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik für weitere fünf Jahre ZDF-Intendant

Norbert Himmler bleibt für eine zweite Amtszeit Intendant des ZDF, nachdem der Rundfunkrat seine Wiederbestellung am Freitag bestätigt hat. Die Entscheidung fiel trotz anhaltender Kritik an der sinkenden Relevanz des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder. Ein Gegenkandidat für die Position trat nicht an.

Himmler blickt auf eine lange Karriere beim ZDF zurück, die 1998 als Volontär begann. Zuvor hatte er bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter für den Sender gearbeitet. Im Laufe der Jahre übernahm er verschiedene Positionen, darunter Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und Leiter der Fiction-Abteilung. Später wurde er Direktor von ZDFneo, bevor er zum Programmdirektor aufstieg und schließlich 2022 zum Intendanten ernannt wurde.

Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort Politikwissenschaft und Germanistik. Seine Amtszeit war von Kontroversen und Erfolgen geprägt. 2014 strich er als Programmdirektor die langjährige Unterhaltungsshow Wetten, dass..? – doch 2021 holte er sie zurück, eine Entscheidung, die sich auszahlte. Die wiederbelebte Sendung verzeichnete enorme Einschaltquoten: 45 Prozent Marktanteil im November 2021 und 45,3 Prozent (12,13 Millionen Zuschauer) im November 2023.

Trotz Reformen unter seiner Führung blieb ein Großteil des ZDF-Programms unverändert. Einige beliebte Formate wurden eingestellt, andere blieben bestehen. Sein Jahresgehalt als Intendant beträgt 372.000 Euro.

Mit der Wiederbestellung festigt Himmler seinen Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung des ZDF. Die Rückkehr von Wetten, dass..? entwickelte sich zu einem Quotenerfolg, doch die grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Relevanz des Senders bestehen fort. Die Entscheidung des Rundfunkrats sichert Kontinuität in der Führung für die kommenden Jahre.

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