05 April 2026, 06:13

NRW beschleunigt Bau moderner Gaskraftwerke für Kohleausstieg 2030

Liniengraph, der die erneuerbare Stromerzeugung nach Kraftstoffart von 2000 bis 2040 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NRW beschleunigt Bau moderner Gaskraftwerke für Kohleausstieg 2030

Nordrhein-Westfalens Pläne für moderne Gaskraftwerke machen nach monatelanger Verzögerung einen bedeutenden Schritt vorwärts. Die Landesregierung begrüßte die Entscheidung Berlins zur bundesweiten Kraftwerksstrategie, die seit Monaten auf Eis lag. Nun hofft man, noch vor dem für 2030 geplanten Kohleausstieg zügig voranzukommen.

Eigentlich sollte die Strategie bereits früher finalisiert werden, mit Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke noch in diesem Jahr. Doch der Prozess verzögerte sich – und warf die Frage auf, ob Nordrhein-Westfalen den Zeitplan für den Kohleausstieg überhaupt einhalten kann. Der überarbeitete Plan sieht nun Ausschreibungen für 2025 vor, mit einem Ziel von mindestens acht Gigawatt Leistung.

Zwei Standorte für die neuen Anlagen stehen bereits fest: Hamm, wo Trianel und BKW beteiligt sind, sowie Hemm, wo der Bau in nur 21 Monaten abgeschlossen wurde. Fünf der sieben geplanten Kraftwerke – mit einer Gesamtleistung von fünf Gigawatt – könnten im Land entstehen. Allerdings muss die EU-Wettbewerbsbehörde in Brüssel zunächst die geplanten Subventionen genehmigen, bevor mit dem Bau begonnen werden darf.

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bezeichnete die Entscheidung als einen "großen Schritt nach vorn" für die Energiewende in der Region. Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni reagierten ebenfalls positiv. Doch nun müssen die Koalitionsvereinbarungen zügig in Gesetzesform gegossen und ohne weitere Verzögerungen verabschiedet werden.

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Die neuen Gaskraftwerke sollen ab dem 1. April 2030 die letzten Kohlekraftwerke Nordrhein-Westfalens ersetzen. Bei Genehmigung werden sie dem Land helfen, sich von der Kohle zu verabschieden – ohne die Energieversorgung zu gefährden. Der nächste entscheidende Schritt ist nun die EU-Zustimmung sowie die finale Ausgestaltung des rechtlichen Rahmens.

Quelle