11 February 2026, 08:28

NRW prüft über 7.000 Influencer wegen Steuerhinterziehungsverdachts

Ein roter Stempel mit der Aufschrift "Deutsches Reich" auf schwarzem Hintergrund.

Steuerfahnder durchleuchten 7.000 Influencer in NRW - NRW prüft über 7.000 Influencer wegen Steuerhinterziehungsverdachts

Steuerbehörden in Nordrhein-Westfalen (NRW) prüfen mehr als 7.000 Influencer wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung. Die Ermittlungen folgen der Entdeckung eines umfangreichen Datensatzes mit Finanzaufzeichnungen von verschiedenen Social-Media-Plattformen.

Die Untersuchungen begannen, nachdem das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF NRW) Tausende Datensätze erfasst hatte, die mit Influencer-Aktivitäten in Verbindung stehen. Die Informationen stammen von mehreren Online-Plattformen und deuten auf mögliche nicht deklarierte Einnahmen hin.

Bereits im vergangenen Jahr wurde innerhalb der Steuerfahndung NRW eine spezielle "Influencer-Taskforce" eingerichtet. Das Team bearbeitet derzeit rund 200 laufende Strafverfahren gegen in der Region ansässige Influencer. Weitere 6.000 Datensätze werden nun ausgewertet, sodass sich die Gesamtzahl der in NRW überprüften Personen auf über 7.000 beläuft.

Mittlerweile haben auch andere Bundesländer das NRW-Modell als Vorbild für eigene Ermittlungen übernommen. Offizielle Zahlen zur bundesweiten Dimension der Razzia liegen jedoch bisher nicht vor.

Jeder Einzelfall wird geprüft, um festzustellen, ob Steuern vollständig deklariert und abgeführt wurden. Sollten bei der laufenden Überprüfung Unstimmigkeiten auftauchen, könnten Strafzahlungen oder Nachforderungen die Folge sein. Noch ist nicht bekannt, wie viele Influencer mit rechtlichen Konsequenzen rechnen müssen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Einhaltung der Steuergesetze in der gesamten Influencer-Branche.