17 January 2026, 13:37

NRW reformiert KiBiz: Wüst will Fachkräftemangel in Kitas bekämpfen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Westfalen darauf, das auf einer schwarzen Oberfläche liegt.

Wüst zeigt Bereitschaft für Kindergarten-Kompromiss nach scharfer Kritik - NRW reformiert KiBiz: Wüst will Fachkräftemangel in Kitas bekämpfen

Nordrhein-Westfalen plant umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz)

Ministerpräsident Hendrik Wüst hat signalisiert, dass er bereit ist, die vorgeschlagenen Änderungen mit zentralen Akteuren zu erörtern. Ziel der Reform ist es, den Fachkräftemangel zu bekämpfen und die frühkindliche Bildung im Land zu verbessern.

Der Gesetzentwurf führt ein sogenanntes „Kernzeitenmodell“ ein, um die Belastung des Erzieherpersonals zu verringern. Die Verantwortlichen hoffen, damit dem anhaltenden Fachkräftemangel im Bereich der Kinderbetreuung entgegenzuwirken. Gleichzeitig soll die Reform die Verlässlichkeit, Bildungsqualität und Arbeitsbedingungen der Beschäftigten stärken.

Die Freie Wohlfahrtspflege hat sich als zentrale Stimme in den Gesprächen mit Wüst etabliert. Allerdings äußert der Verband Bedenken, dass der aktuelle Entwurf – sollte er unverändert bleiben – die frühkindliche Bildung schwächen könnte. Notwendig seien Nachbesserungen, um einen Qualitätsverlust zu verhindern.

Das Gesetzgebungsverfahren steht noch am Anfang; Diskussionen und Anpassungen stehen bevor. Falls die Reform verabschiedet wird, treten die Änderungen erst zum Kitajahr 2027/28 in Kraft. Damit bleibt Trägern und Mitarbeitenden Zeit, sich auf das neue System vorzubereiten.

Der Erfolg der Reform hängt von den laufenden Verhandlungen zwischen Landesregierung und Wohlfahrtsverbänden ab. Wird das überarbeitete Kinderbildungsgesetz verabschiedet, wird es die Kinderbetreuung in NRW grundlegend verändern. Die finale Fassung wird entscheiden, wie Personal, Finanzierung und Bildungsqualität in den kommenden Jahren gestaltet werden.