24 May 2026, 12:13

NRW scheitert an Bildungszielen trotz Rekordhaushalt von 43 Milliarden Euro

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt

DGB fordert mehr Geld für Schulen in NRW trotz Rekordhaushalt - NRW scheitert an Bildungszielen trotz Rekordhaushalt von 43 Milliarden Euro

Eine neue Studie hat gravierende Defizite im Bildungssystem Nordrhein-Westfalens (NRW) offenbart. Am Ende der zehnten Klasse erreichen 85 Prozent der Schüler im Ruhrgebiet die geforderten Sprachstandards nicht. Gleichzeitig gerät der Rekordhaushalt der Landesregierung von über 43 Milliarden Euro für Schulen im Jahr 2026 in die Kritik, da er die versprochenen Verbesserungen bisher nicht gebracht hat.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) NRW veröffentlichte 2023 eine Untersuchung, wonach das Land in den kommenden zehn Jahren 156 Milliarden Euro an öffentlichen Investitionen benötigt. Diese Mittel sollen langfristige Herausforderungen in Bildung und Infrastruktur bewältigen. Doch NRW hinkt bei der Investitionsquote hinterher: Im Schnitt lag sie in den vergangenen zwölf Jahren bei nur 10,1 Prozent – deutlich unter Bayern mit 16,2 Prozent und Baden-Württemberg mit 15,4 Prozent.

Aktuelle Bildungsstudien aus dem Ruhrgebiet zeigen, dass bereits etwa ein Drittel der Grundschulkinder die Mindeststandards in Deutsch und Mathematik verfehlt, bevor sie auf weiterführende Schulen wechseln. Der Finanzexperte Torsten Windels, der die Daten für den DGB auswertete, stellt fest, dass das Wachstum der Bildungsausgaben nicht mit den allgemeinen Haushaltssteigerungen Schritt gehalten hat. Er fordert eine deutliche Erhöhung der Mittel, um die eigenen Bildungsziele der Landesregierung zu erreichen.

DGB-Landeschefin Anja Weber kritisierte die Kluft zwischen offiziellen Bekundungen und der Realität: Rekordausgaben hätten bisher keine spürbaren Fortschritte gebracht. Windels schlägt vor, neue Bundesmittel zu erschließen und zügig Gelder aus der milliardenschweren Sonderrücklage des Landes abzurufen, um die Finanzlücke zu schließen.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen dem Bildungsetat NRWs und den tatsächlichen Fortschritten. Angesichts der vielen Schüler, die grundlegende Standards nicht erfüllen, pocht der DGB auf sofortige und substantielle Investitionen. Ohne diese droht das Land weiter zurückzufallen – mit gravierenden Folgen für die Zukunftsfähigkeit seiner Schulen.

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