NRW-Schulen wechseln kurzfristig zum Distanzunterricht – Eltern verärgert über späte Warnung
Horst FischerEltern fordern frühere Informationen über Schulschließungen in NRW - NRW-Schulen wechseln kurzfristig zum Distanzunterricht – Eltern verärgert über späte Warnung
Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen auf Distanzunterricht umgestellt – Eltern kritisieren kurze Vorlaufzeit
Aufgrund extremer Glatteiswarnungen wechselten am Montag sämtliche Schulen in Nordrhein-Westfalen zum Distanzunterricht. Die Landesregierung gab die Umstellung erst am Sonntagnachmittag bekannt, was viele Eltern in letzter Minute nach Kinderbetreuungslösungen suchen ließ. Die Verantwortlichen betonten, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler stehe hinter der Entscheidung an erster Stelle.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte bereits am 11. Januar 2026 eine Vorwarnung herausgegeben, die zu den Schließungen führte. Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) bestätigte später, dass die Schulen bereits am Freitag über mögliche Beeinträchtigungen informiert worden seien.
Am Sonntagabend teilte die Landesregierung mit, dass am folgenden Tag nur eine Notbetreuung angeboten werde. Während die meisten Schulen dieser Anweisung folgten, sollen einige Grundschulen diesen Service nicht bereitgestellt haben. Eltern kritisierten die späte Bekanntgabe und argumentierten, dass berufstätige Familien kaum Zeit geblieben sei, sich anzupassen. Josephine Behrens, Vorsitzende des Landeselternverbandes Grundschule, wies darauf hin, dass Eltern – wenn die Schulen bereits am Freitag Bescheid wussten – ebenfalls früher hätten informiert werden müssen. Sie forderte für künftige Schließungen eine bessere Kommunikation. Trotz der abrupten Umstellung gab es keine Berichte über übermäßige Arbeitsbelastung während des Distanzunterrichts. Die Aufgaben seien gut zu bewältigen gewesen, hieß es aus dem Ministerium, das die Maßnahme als notwendige Sicherheitsvorkehrung verteidigte.
Die eintägige Schließung offenbarten Lücken in der Kommunikation bei Schulausfällen. Zwar war der Schritt durch die Wettergefahren gerechtfertigt, doch fordern Eltern und Verantwortliche nun frühere Warnungen. Vor dem nächsten Extremwetterereignis wird das Land voraussichtlich sein Benachrichtigungssystem überprüfen.