NRW stimmt 2026 über olympische Bewerbung ab – 17 Städte entscheiden mit
Olav RuppertMillionenkosten für Olympia-Bürgerabstimmungen in NRW - NRW stimmt 2026 über olympische Bewerbung ab – 17 Städte entscheiden mit
Nordrhein-Westfalen bereitet sich auf eine Reihe von Bürgerentscheiden zur Olympiabewerbung vor
Am 19. April 2026 sollen in 17 Kommunen des Landes Abstimmungen über die geplante Bewerbung für die Olympischen Spiele stattfinden. Die Gesamtkosten für das Verfahren werden voraussichtlich 9,5 Millionen Euro betragen, die sich Land und Kommunen teilen.
Die Landesregierung übernimmt 85 Prozent der Ausgaben für die Bürgerentscheide, die verbleibenden 15 Prozent tragen die einzelnen Städte und Gemeinden selbst. Dazu zählen unter anderem Personalkosten für die Wahlvorstände, der Druck der Stimmzettel sowie Informationskampagnen. Die genauen Summen variieren je nach lokalem Haushalt und geschätzter Wahlbeteiligung.
Köln rechnet mit einem Eigenanteil von rund 373.000 Euro bei Gesamtkosten von 2,492 Millionen Euro für den dortigen Bürgerentscheid. Essen hingegen veranschlagt Gesamtausgaben von 1,2 Millionen Euro, wobei der kommunale Anteil bei etwa 180.000 Euro liegt. Eine pauschale landesweite Summe gibt es nicht, da die Kosten von den jeweiligen Bedürfnissen der Städte abhängen. Sollte die Bevölkerung der Bewerbung zustimmen, wird das Land seinen Antrag offiziell beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen. Die Abstimmungen entscheiden darüber, ob Nordrhein-Westfalen seine Pläne für die Ausrichtung olympischer Wettbewerbe weiterverfolgt.
Das Ergebnis der Volksabstimmung im April 2026 wird über die nächsten Schritte der olympischen Ambitionen der Region bestimmen. Die Kommunen organisieren die logistische Durchführung der Bürgerentscheide selbst, wobei sich die Kosten auf lokale und Landeshaushalte verteilen. Ein positives Votum würde die offizielle Einreichung der Bewerbung beim DOSB auslösen.