NRW verhängt Bauverbot für neue Hochspannungsleitung ab Mai 2026
Bauverbotszone tritt in Teilen Nordrhein-Westfalens in Kraft – Weg frei für neue Hochspannungsleitung
Ab dem 4. Mai 2026 gilt in Teilen Nordrhein-Westfalens ein Baustopp, um den Bau einer neuen 380-Kilovolt-Freileitung zu ermöglichen. Betroffen sind Gebiete südlich von Westerkappeln, wo bis Mitte 2029 bestimmte Nutzungen eingeschränkt werden. Die Maßnahme ist Teil der Pläne der Amprion GmbH, die eine Hochspannungsleitung zwischen den Umspannwerken Westerkappeln und Gersteinwerk errichten will.
Das Bauverbot beginnt am 4. Mai 2026 und läuft bis zum 30. Juni 2029. In dieser Zeit dürfen Grundbesitzer und Unternehmen in den betroffenen Zonen weder die landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung intensivieren noch neue Bauwerke errichten oder Leitungen und Kabel verlegen. Auch Veränderungen, die den Grundstückswert steigern oder den Bau der Stromtrasse behindern könnten, sind untersagt.
Die genauen Regelungen des Bauverbots – einschließlich Übersichtskarten – werden von der Bezirksregierung Münster online veröffentlicht. Die Unterlagen liegen vom 1. Mai 2026 bis zum 19. Mai 2026 zur öffentlichen Einsichtnahme aus.
Die Amprion GmbH plant, Anfang 2029 den ersten Planfeststellungsantrag für das Gebiet südlich von Westerkappeln einzureichen. Das Gesamtprojekt wird in vier separate Genehmigungsabschnitte unterteilt, wobei der erste Abschnitt die Strecke vom Umspannwerk Westerkappeln bis zur Kreisgrenze Steinfurt/Warendorf umfasst. Der genaue Verlauf der 380-kV-Leitung wird im Rahmen des Planungsverfahrens festgelegt.
Das Bauverbot soll sicherstellen, dass es vor Baubeginn zu keinen Konflikten kommt. Nach der Genehmigung wird die neue Stromtrasse das regionale Stromnetz stärken. Der finale Verlauf und weitere Details werden in den kommenden Planungsphasen geklärt.






