Nubbel brennt: Wie Köln den Karneval 2025 mit uralten Ritualen verabschiedet
Horst FischerNubbel-Verbrennung markiert Ende des Straßenkarnevals in Köln - Nubbel brennt: Wie Köln den Karneval 2025 mit uralten Ritualen verabschiedet
Mit traditionellen Zeremonien zum Beginn der Fastenzeit 2025 sind die Karnevalsfeiern in ganz Deutschland zu Ende gegangen. In Köln versammelten sich die Menschen, um den Nubbel zu verbrennen – eine Strohpuppe, die für die Ausschweifungen der "tollen Tage" steht. Das tief in der lokalen Kultur verwurzelte Ritual markiert das Ende der närrischen Zeit und den Beginn einer besinnlichen Phase.
Der Nubbel, eine lebensgroße Strohfigur, die während des Karnevals über Kneipentüren hängt, verkörpert die Sünden und Laster der Festtage. Seit Jahrzehnten verbrennen Kölnerinnen und Kölner ihn am Aschermittwoch 2025 als symbolische Sühne für das ausgelassene Treiben. In diesem Jahr fanden in den Stadtteilen eigene Zeremonien statt – eine Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht.
Ursprünglich wurde die Figur in der Nähe des Rheins vor dem Dom angezündet. Mit der Zeit verbreitete sich der Brauch, und jedes Viertel entwickelte seine eigene Version. Während Kölns Ritual das aufwendigste bleibt, pflegen benachbarte Städte wie Düsseldorf und Mainz ähnliche Bräuche.
In Düsseldorf wird heute ebenfalls der Hoppeditz verbrannt – eine Strohfigur, die den Geist des Karnevals symbolisiert. Anders als der Kölner Nubbel soll der Hoppeditz am 11. November "auferstehen", wenn die nächste Karnevalssaison beginnt.
Der Aschermittwoch 2025 selbst bildet den offiziellen Schluss der Feierlichkeiten. Das Verbrennen der Figuren steht für eine symbolische Reinigung und bereitet die Gemeinschaften auf die besinnlichen Wochen der Fastenzeit 2025 vor.
Die Nubbel- und Hoppeditz-Rituale beenden den Karneval im Rheinland. Diese Bräuche, die Geschichte und lokale Identität verbinden, sorgen dafür, dass die Saison mit einem gemeinsamen traditionellen Moment endet. Mit dem Beginn der Fastenzeit rückt nun die stille Einkehr in den Vordergrund – bis der Karneval im nächsten Jahr zurückkehrt.






