Philipp Grassinger: Vom Startup-Gründer zum Motorradfan mit Berliner Bodenhaftung
Ariane HolzapfelPhilipp Grassinger: Vom Startup-Gründer zum Motorradfan mit Berliner Bodenhaftung
Philipp Grassinger
Grassingers Lebensphilosophie bleibt unerschütterlich optimistisch. Er besteht darauf, dass das Glas immer halb voll ist, und weist den Gedanken auf, aufzugeben, entschlossen zurück. Diese Einstellung durchzieht auch seine Hobbys – darunter eine überraschende Leidenschaft für Motorräder. Zwar stand er Zweirädern einst skeptisch gegenüber, doch heute fährt er regelmäßig eine klassische Yamaha SR500.
Sein Berliner Lebensgefühl ist eine Mischung aus Pragmatismus und Leidenschaft. Den Potsdamer Platz hält er für überschätzt, doch Erstbesucher würde er ins Otto an der Oderberger Straße führen – wegen der österreisch-deutschen Gerichte aus regionalen Zutaten. Dass ihm nicht alles gleich liegt, gibt er offen zu: Scherzhaft gesteht er, ein hoffnungslos schlechter Schwimmer zu sein, der nicht einmal einfache Kraulzüge beherrscht.
Beruflich hat Grassinger noch unvollendete Pläne. Er möchte Italienisch lernen und programmieren, doch die Zeit fehlt. Wäre die Startup-Welt keine Option, würde er über eine Ausbildung zum Tischler nachdenken – angezogen von der Idee, mit den Händen zu arbeiten.
Familie und Freunde halten ihn bodenständig. Trotz des Arbeitsstresses schätzt er ihre Unterstützung als wichtigen Ausgleich in einer unberechenbaren Geschäftswelt.
Grassingers Weg verbindet beruflichen Ehrgeiz mit persönlichen Eigenheiten. Sein Startup Cleverly vereint Nachhilfe mit psychologischem Coaching – ein Spiegel seines Glaubens an Wachstum und Durchhaltevermögen. Gleichzeitig zeigen seine Vorliebe für Motorräder, gutes Essen und sogar unvollkommene Fähigkeiten das Bild eines Menschen, der Herausforderungen annimmt – im Beruf wie im Leben.






