07 June 2026, 20:11

Pleitewelle bei Glasfaserausbau: Arbeiter von Phoenix Engineering kämpfen um Löhne und Wohnungen

Keine Bezahlung, kein Wohnen: Faseroptik-Arbeiter im Rhein-Lahn-Kreis in Not

Pleitewelle bei Glasfaserausbau: Arbeiter von Phoenix Engineering kämpfen um Löhne und Wohnungen

Phoenix Engineering, ein Auftragnehmer für den Glasfaserausbau in über 20 Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis, hat Insolvenz angemeldet. Arbeiter sehen sich nun unbezahlten Löhnen, Räumungsklagen und finanziellen Notlagen gegenüber, während das Unternehmen unter einer wachsenden Schuldenlast ächzt.

Das Unternehmen, das als Generalunternehmer für Our Green Fiber tätig war, nannte steigende Zinsen und verschärfte Kreditbedingungen als Hauptgründe für seinen Zusammenbruch. Die Zahlungsausfälle betreffen nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Subunternehmer und Dienstleister – viele bleiben auf ausstehenden Einnahmen sitzen.

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Vier rumänische Arbeiter geben an, seit Wochen keinen Lohn erhalten zu haben, obwohl ihre Verträge einen Bruttostundenlohn von 14 Euro garantieren. Vermieter haben bereits reagiert und Räumungsklagen eingereicht, nachdem der Arbeitgeber die Mieten nicht mehr beglich. Ähnliche Fälle sind auch an anderen Standorten aufgetreten, etwa in Vallendar, wo Mitarbeiter ohne Vorwarnung aus ihren Wohnungen gewiesen wurden.

Der Insolvenzverwalter hat inzwischen eingriffen und sichert Löhne und Gehälter über Insolvenzgeld bis Oktober 2025 ab. Betroffene Arbeiter meiden derweil staatliche Sozialhilfe und suchen stattdessen rechtliche Unterstützung bei örtlichen Vertretern der Linken. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt bereits wegen des Verdachts auf Betrug in der Glasfaserbranche, ein direkter Zusammenhang mit Phoenix Engineering steht jedoch noch nicht fest.

Mit den laufenden Insolvenzverfahren sind die Beschäftigten nun auf staatliche LohnGarantien angewiesen, um ihre Verluste abzufedern. Die finanziellen Probleme des Unternehmens haben Subunternehmer, Vermieter und Arbeiter gleichermaßen in akute Notlagen gestürzt. Rechtliche und ermittlungstechnische Schritte laufen weiter, während Betroffene um ausstehende Löhne und Wohnsicherheit kämpfen.

Quelle