Preisschock in NRW: Friseur, Metzger und Werkstätten werden deutlich teurer
Ariane HolzapfelPreisschock in NRW: Friseur, Metzger und Werkstätten werden deutlich teurer
Preise für Alltagsdienstleistungen steigen in Nordrhein-Westfalen (NRW) deutlich an
Friseure, Metzger und Autowerkstätten haben in den vergangenen Monaten ihre Preise erhöht – die Kosten für alltägliche Dienstleistungen klettern in ganz Nordrhein-Westfalen. Hintergrund sind gestiegene Ausgaben für Material, Energie und Löhne, mit denen Unternehmen zu kämpfen haben.
In der Friseurbranche haben bereits mehr als die Hälfte der Salons in NRW ihre Preise angehoben. Ein Standard-Herrenschnitt kostet mittlerweile rund 40 Euro – vor nur drei Monaten waren es noch 35 Euro. Der Landesverband Friseur- und Kosmetikhandwerk Nordrhein-Westfalen warnt, dass einige Schnitte bald um bis zu 20 Prozent teurer werden könnten.
Hauptgründe für die Preiserhöhungen sind explodierende Material- und Energiekosten sowie Lohnsteigerungen. Lehrlinge im Bereich erhielten im August bis zu sieben Prozent mehr Lohn. Weitere Erhöhungen für ausgebildete Friseure stehen im neuen Jahr an.
Auch Metzger ziehen nach: Mehr als zwei Drittel der befragten Betriebe verlangen bereits höhere Preise für Fleisch und Wurst. Fast 80 Prozent planen in den kommenden Monaten weitere Aufschläge. Strengere Tierschutzvorschriften haben die Produktionskosten für Rindfleisch in die Höhe getrieben und erfordern von den Lieferanten erhebliche Investitionen.
Gleichzeitig haben mehr als die Hälfte der Kfz-Werkstätten ihre Stundensätze und Ersatzteilpreise erhöht – die Mehrkosten geben sie an die Kunden weiter.
Die Preisanstiege spiegeln den breiten wirtschaftlichen Druck wider, unter dem lokale Unternehmen stehen. Da Löhne, Energie- und Materialkosten weiter steigen, sind in mehreren Branchen weitere Erhöhungen absehbar. Kunden in NRW müssen sich auf höhere Ausgaben für Dienstleistungen in den kommenden Monaten einstellen.






