"Prozess gegen Deutschland": Wie ein Theaterprojekt die AfD-Zukunft hinterfragt

Olav Ruppert
Olav Ruppert
2 Min.
Eine Zeichnung eines Gerichtssaals mit Menschen auf Stühlen und Stehplätzen, einem Podium mit Mikrofon auf der rechten Seite, Fenstern auf der linken Seite und Text unten.Olav Ruppert

"Prozess gegen Deutschland": Wie ein Theaterprojekt die AfD-Zukunft hinterfragt

"Prozess gegen Deutschland": Ein Theaterprojekt stellt die Zukunft der AfD in den Fokus

Ein dreitägiges Theaterprojekt mit dem Titel "Prozess gegen Deutschland" hat die Zukunft der rechtsextremen AfD in den Fokus gerückt. Unter der Regie des Schweizer Filmemachers Milo Rau wurde in einer scheingerichtlichen Verhandlung erörtert, ob die Partei verboten werden sollte. Die ungewöhnliche Produktion brachte reale Opfer, Fachleute und sogar eine ehemalige Bundesministerin als Vorsitzende zusammen.

Die Veranstaltung fand in einem Berliner Gerichtssaal statt, geleitet von Herta Däubler-Gmelin, Deutschlands früherer Justizministerin. Rau, bekannt dafür, Theater mit realen gesellschaftlichen Themen zu verbinden, berief eine siebenköpfige Jury ein, die über die rechtliche Bewertung der AfD beriet. Ihr abschließender Appell forderte die Behörden auf, eine mögliche Verbotsprüfung der Partei in den Fokus zu rücken.

Nicht alle Beteiligten blieben bis zum Ende dabei. Einige Teilnehmer zogen sich in letzter Minute zurück – angeblich schockiert darüber, sich mit Rechtsextremen eine Bühne teilen zu müssen. Trotz der Absagen ging die Produktion weiter, und die Jury stufte die AfD in ihrem symbolischen Urteil als rassistisch ein.

Raus Arbeiten provozieren oft bewusst, um öffentliche Debatten anzustoßen. Diesmal stand die politische Landschaft Deutschlands und die juristischen Herausforderungen im Umgang mit extremistischen Parteien im Mittelpunkt. Statt detaillierte Rechtsargumente zu liefern, inszenierte das Projekt die Diskussion als Aufruf zum Handeln.

Der Scheinprozess endete mit einem symbolträchtigen Urteil: Die AfD wurde als rassistisch eingestuft, die Jury regte eine Überprüfung ihrer Legalität in den Fokus zu rücken. Zwar hatte die Veranstaltung keine offizielle Bindungskraft, doch sie spiegelte die anhaltenden Spannungen um den Platz der Partei in der deutschen Politik wider. Die Organisatoren hoffen, dass die Debatte zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den Aktivitäten der AfD anregt.

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