13 March 2026, 18:13

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Dürfen Kinder offen essen, während andere fasten?

Eine Gruppe von Kindern sitzt an Tischen in einem Klassenzimmer in Pakistan, mit Büchern und Stiften in den Händen, mit einer Person im Hintergrund und einem Bücherregal im Hintergrund und Fenstern an den Wänden.

Ramadan-Streit an NRW-Schule: Dürfen Kinder offen essen, während andere fasten?

Ein Streit unter Zehnjährigen über das Fasten während des Ramadan hat an einer Gesamtschule in Nordrhein-Westfalen für Aufsehen gesorgt. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, ob Schüler offen essen dürfen, während einige Mitschüler die muslimische Fastenzeit einhalten. Medienberichte stellen die Auseinandersetzung als Teil einer größeren kulturellen Debatte dar.

Der Streit begann, als einige Schüler infrage stellten, ob nichtfastende Mitschüler ihre Snacks verstecken sollten, um fastende Kinder nicht zu verletzen. Die Bild-Zeitung titelte etwa "Ramadan-Streit! Schüler sollen heimlich naschen" und später "Ramadan-Streit! Wie die Schule jetzt zurückrudert", was den Eindruck erweckte, die Schule habe ihre Haltung geändert.

Die Bezirksregierung Düsseldorf, die für die Schule zuständig ist, stellte klar, dass es keine Vorschriften gebe, die Schüler zum versteckten Essen verpflichten. Die Behörden bezeichneten den Vorfall als typischen Kinderstreit und nicht als politisches Problem. Die Schule führte eine Klassenratssitzung durch, um die Meinungsverschiedenheiten zu klären.

Das Schulministerium von Nordrhein-Westfalen betonte, dass religiöser Druck unter Schülern inakzeptabel sei. Man unterstrich die Bedeutung eines respektvollen Miteinanders an Schulen. Gleichzeitig arbeiten Schule und Bezirksregierung daran, die Kommunikation mit allen Beteiligten zu verbessern.

Bisher wurden keine offiziellen Maßnahmen ergriffen, um ähnliche Missverständnisse in Zukunft zu vermeiden. Die Schule hält den Vorfall für eine kleine Auseinandersetzung unter Kindern und nicht für eine formelle Änderung der Schulregeln. Die Verantwortlichen betonen weiterhin den Grundsatz des gegenseitigen Respekts in solchen Fällen.

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