"Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung
Horst Fischer"Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung - "Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung
„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung
„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung
„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung
- Dezember 2025, 11:39 Uhr
Die Bundesregierung hat eine umfassende Reform des Sozialsystems auf den Weg gebracht: Das Bürgergeld wird durch ein strengeres Grundsicherungsmodell ersetzt. Die Neuregelungen zielen darauf ab, mehr Menschen in Arbeit zu bringen und Missbrauch von Leistungen einzudämmen. Doch die Pläne stoßen bei Wohlfahrtsverbänden und Oppositionsparteien auf scharfe Kritik.
Kern der Reform ist die Einführung der neuen Grundsicherung, die härtere Sanktionen für diejenigen vorsieht, die nicht mit den Jobcentern kooperieren. Arbeitsministerin Bärbel Bas, seit Mai 2025 im Amt, sieht sich Vorwürfen der Linkspartei ausgesetzt, eine von konservativen Kräften vorangetriebene Verschärfung zu unterstützen. Die Partei wirft der SPD vor, damit den Kurs der Unionsparteien für strengere Sozialregeln mitzutragen.
Sozialverbände zeigen sich empört über die Beschlüsse. Die Diakonie Deutschland kritisiert, die Reform treffe die Schwächsten ungerechtfertigt und verschärfe deren finanzielle Not. Joachim Rock, Vorsitzender des Paritätischen Gesamtverbands, warnt, die Änderungen würden Unsicherheit und existenzielle Ängste bei Leistungsbeziehenden verstärken. Michael Groß, Präsident der Arbeiterwohlfahrt (AWO), wirft der Regierung vor, Strafen über die Unterstützung Bedürftiger zu stellen. Unterdess loben Wirtschaftsvertreter den Kurswechsel: Arbeit müsse sich mehr lohnen als der Bezug staatlicher Leistungen – die Reform werde die Beschäftigung fördern, so ihr Argument.
Nun geht das Vorhaben zur endgültigen Abstimmung ins Parlament. Bei einer Verabschiedung treten verschärfte Sanktionen und Leistungskürzungen für diejenigen in Kraft, die sich nicht an die Vorgaben halten. Die Wohlfahrtsverbände kündigen an, weiter gegen die Pläne zu kämpfen – und warnen vor einer Verschärfung der Armut in einkommensschwachen Haushalten.