27 April 2026, 20:14

Rettungsdienst droht Finanzkollaps durch strittige Kostenübernahme der Krankenkassen

Zwei weiße Rettungswagen nebeneinander vor einem Backsteingebäude mit Fenstern und einer Tür geparkt, unter einem sichtbaren Himmel.

Rettungsdienst droht Finanzkollaps durch strittige Kostenübernahme der Krankenkassen

Lokale Behörden warnen vor einer erheblichen Finanzierungslücke im Rettungsdienst, falls die Krankenkassen künftig keine Einsätze mehr übernehmen, bei denen Patienten vor Ort behandelt werden, ohne in ein Krankenhaus gebracht zu werden. Ohne eine Lösung könnten Städte jährlich mit Fehlbeträgen in zweistelliger Millionenhöhe konfrontiert sein.

Von "Nicht-Transport-Einsätzen" spricht man, wenn Rettungskräfte Patienten direkt am Einsatzort versorgen oder an einen Arzt überweisen, statt sie in eine Klinik zu bringen. Bisher verweigern die Krankenkassen jedoch häufig die Kostenübernahme für solche Fälle – die Kommunen bleiben auf den Ausgaben sitzen. Martin Murrack, der für den Rettungsdienst zuständige Stadtdirektor, betonte, dass der Zugang zu dringender medizinischer Versorgung niemals von finanziellen Risiken abhängen dürfe.

Bemühungen, das Problem durch Vereinbarungen zwischen Versicherern und lokalen Trägern zu lösen, sind bisher gescheitert. Eine direkte Belastung der Patienten lehnen die Behörden als unrealistisch und ungerecht ab. Stattdessen fordern sie eine Änderung des Bundesrechts, um den Rettungsdienst im Sozialgesetzbuch zu verankern – das wäre aus ihrer Sicht die verlässlichste Lösung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Frühere Versuche, das Thema auf Bundesebene unter der Ampelkoalition zu regeln, wurden aufgegeben. Nun drängen Beamte die Regierung, die Gesetzesarbeit wiederaufzunehmen. Ein überarbeiteter rechtlicher Rahmen würde den Städten langfristige Planungssicherheit geben und eine faire Behandlung der Bürger gewährleisten.

Die Behörde setzt sich weiterhin für ein einheitliches, nachhaltiges Finanzierungsmodell ein – in Zusammenarbeit mit Landesregierungen und Krankenkassen. Ohne politische Intervention wird die finanzielle Belastung für den Rettungsdienst weiter steigen. Eine Novelle des Bundesrechts bleibt der bevorzugte Weg, um eine stabile und gerechte Finanzierung dieser lebenswichtigen medizinischen Leistungen zu sichern.

Quelle