Rhein-Derby eskaliert: Fan-Proteste nach umstrittenen Polizeikontrollen
Hans-Theo KuhlPolizei bestreitet: Keine Nacktkontrollen beim Rhein-Derby - Rhein-Derby eskaliert: Fan-Proteste nach umstrittenen Polizeikontrollen
Polizei dementiert: Keine Entkleidungskontrollen beim Rhein-Derby
Polizei dementiert: Keine Entkleidungskontrollen beim Rhein-Derby
- Dezember 2025, 21:02 Uhr
Beim Rhein-Derby zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem 1. FC Köln kam es zu Spannungen, nachdem Polizeikontrollen an zwei Fans eine Massenprotestwelle unter den Anhängern auslösten. Hunderte besonders engagierte Kölner Fans verließen das Stadion noch vor Anpfiff – später folgten aus Solidarität auch die Leverkusen-Ultras.
Auslöser war eine gründliche Durchsuchung zweier 1. FC Köln-Anhänger am Stadioneingang. Die Behörden bestätigten später, bei einer Person "passive Waffen" gefunden zu haben. Allerdings wiesen sie Vorwürfe zurück, es habe sich um Entkleidungskontrollen gehandelt, wie einige Fangruppen behauptet hatten.
Seitens Bayer Leverkusens hieß es, die üblichen Einlasskontrollen im Gästebereich seien ansonsten ruhig verlaufen. Dennoch verließen rund 500 Mitglieder der aktiven Kölner Fanszene aus Protest das Stadion, noch bevor das Spiel begann. Die fehlende Unterstützung wurde später von Kölns Trainer Lukas Kwasniok kritisiert, der die gedämpfte Atmosphäre während der Partie bemängelte.
In der ersten Halbzeit verließen auch die Leverkusen-Ultras das Stadion – als Zeichen der Solidarität mit den protestierenden Kölner Fans.
Das Spiel selbst verlief ohne weitere Zwischenfälle, doch die Proteste zeigten erneut die anhaltenden Spannungen zwischen Fans und Sicherheitsmaßnahmen. Die Polizei betonte, die Kontrollen seien gerechtfertigt gewesen, während beide Fangruppen durch ihren Auszug aus den Rängen deutlich ihren Unmut zum Ausdruck brachten.