Rheinmetall-Aktie steigt trotz Handelskonflikten und Lieferkettenrisiken
Hans-Theo KuhlRheinmetall-Aktie steigt trotz Handelskonflikten und Lieferkettenrisiken
Rheinmetall-Aktie legt um 1,6 Prozent zu – Erholung nach viertägigem Rückgang
Am Donnerstag stieg der Kurs der Rheinmetall-Aktie um etwa 1,6 Prozent und beendete damit eine viertägige Abwärtsbewegung. Der Aufschwung folgt auf die Bekanntgabe großer Rüstungsaufträge durch das deutsche Verteidigungsministerium. Dennoch belasten weiterhin allgemeine Sorgen über Handelskonflikte und die Versorgung mit Seltenen Erden den Sektor.
Die Bundesregierung hat Mittel für großvolumige Verteidigungsbestellungen freigegeben, darunter mehrstufige Milliardenaufträge mit Rheinmetall. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 13 Milliarden Euro prognostiziert. Frühere Schätzungen hatten nahegelegt, dass Rheinmetall bis 2030 in der EU Aufträge im Wert von bis zu 300 Milliarden Euro einwerben könnte.
Für die erste Jahreshälfte wird ein schwächeres Ergebnis erwartet, doch Rheinmetall rechnet mit einer Erholung im zweiten Halbjahr. Anleger bleiben dennoch vorsichtig, da die Rüstungsbranche vor übergeordneten Herausforderungen steht. Die mögliche Einstellung chinesischer Exporte von Seltenen Erden – die für militärische Ausrüstung unverzichtbar sind – hat den Druck erhöht, insbesondere vor dem Hintergrund der eskalierenden Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China.
Die Stimmung am Markt bleibt gedämpft, nicht zuletzt wegen der Unsicherheit über die Chinapolitik eines möglichen Rückkehrers Donald Trump ins Weiße Haus. Analysten gehen davon aus, dass die Rheinmetall-Aktie wieder anziehen könnte, sobald die nächste Welle der Verteidigungsausgaben Realität wird.
Der jüngste Kursanstieg spiegelt das Vertrauen in die neuen Militärverträge wider. Doch die Risiken durch Handelskonflikte und Störungen in den Lieferketten bestehen fort. Die Entwicklung von Rheinmetall in den kommenden Monaten wird sowohl von staatlichen Aufträgen als auch von der globalen Marktstabilität abhängen.






