24 March 2026, 10:13

Rheinmetall boomt dank Rekord-Rüstungsausgaben in Europa und den USA

Blauer Hintergrund mit Text und Logo, das eine Balkendiagramm zeigt, das die stärkste wirtschaftliche Wachstum der USA unter den führenden Volkswirtschaften im Jahr 2023 darstellt, mit Balken für verschiedene Länder.

Rheinmetall boomt dank Rekord-Rüstungsausgaben in Europa und den USA

Rheinmetall verzeichnet rasantes Wachstum durch steigende Rüstungsausgaben in Europa und weltweit

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall profitiert stark vom Anstieg der Militärausgaben in Europa und darüber hinaus. Die jüngsten Geschäftszahlen des Unternehmens zeigen deutliche Zuwächse, angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach gepanzerten Fahrzeugen und moderner Waffentechnik. Regierungen in Deutschland, den USA und anderen Ländern stocken ihre Verteidigungsetats auf – und schaffen damit neue Chancen für große Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall.

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Die finanzielle Performance von Rheinmetall hat sich 2025 deutlich verbessert. Im dritten Quartal stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent, über die ersten neun Monate hinweg sogar um 19 Prozent. Der Auftragsbestand des Konzerns kletterte um 23 Prozent auf 63,8 Milliarden Euro, während die operative Marge auf 12,9 Prozent anwuchs. Der Gewinn pro Aktie erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 42 Prozent – ein Zeichen für die gestiegene Profitabilität.

Hinter diesem Wachstum steht vor allem die massive Aufstockung der deutschen Militärausgaben. 2025 beträgt das Verteidigungsetat 88,5 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 28 Prozent gegenüber 2023 und sogar 89 Prozent mehr als 2015. Für 2026 ist ein Budget von 129 Milliarden Dollar vorgesehen, 45 Prozent mehr als im Vorjahr, mit dem Ziel, bis 2030 auf 180 Milliarden zu kommen. Die USA bleiben unterdessen der mit Abstand größte Rüstungsinvestor: 2026 sind dort 999,9 Milliarden Dollar eingeplant, und unter Präsident Trump soll der Etat 2027 auf 1,5 Billionen Dollar steigen.

Rheinmetall hat in den vergangenen Jahren mehrere Großaufträge an Land gezogen, darunter einen Deal mit dem US-Militär aus dem Jahr 2023 für den Schützenpanzer Lynx, der jährlich bis zu zwei Milliarden Dollar einbringen könnte. Auch europäische Staaten haben bestellt: Tschechien (Schützenpanzer CV90 im Jahr 2023), Rumänien (Lynx KF41 im Juli 2024) und Lettland (gepanzerte Kettenfahrzeuge Bandvagn 410 im Jahr 2025). Zudem stößt der hochmoderne Kampfpanzer Panther KF51 mit fortschrittlicher Anti-Drohnen-Technologie auf großes Interesse.

Die gesamte Rüstungsbranche profitiert von dieser Entwicklung. Auch der US-Konzern Lockheed Martin verzeichnet ähnliche Zuwächse, da weltweit die Militärbudgets ausgeweitet werden. Rheinmetalls prognostizierte jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 45 Prozent zwischen 2023 und 2025 unterstreicht die starke Marktposition des Unternehmens.

Die finanziellen Erfolge und der wachsende Auftragsbestand von Rheinmetall spiegeln die veränderten Verteidigungsprioritäten Europas wider. Während Deutschland und andere Länder massiv in die Modernisierung ihrer Streitkräfte investieren, ist das Unternehmen ideal aufgestellt, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren. Die Ausweitung der Rüstungsetats in den USA und Europa deutet darauf hin, dass die Aufwärtsentwicklung für Rüstungskonzerne auch in den kommenden Jahren anhalten wird.

Quelle