17 March 2026, 06:14

Rheinmetall bricht Rekorde – doch die Aktie leidet unter politischen Risiken

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines großen Lenkwaffenfregatts mit einer sichtbaren Identifikationsnummer, das auf dem Wasser fährt.

Rheinmetall bricht Rekorde – doch die Aktie leidet unter politischen Risiken

Rheinmetalls Finanzzahlen für 2025 erreichen neue Rekordwerte – doch der Aktienkurs fällt

Die Finanzkennzahlen von Rheinmetall für das Jahr 2025 haben neue Höchststände erreicht: Umsatz und Gewinne sind deutlich gestiegen. Dennoch gab die Aktie nach, da Anleger politische Risiken stärker gewichten als die starke operative Performance. Ein entscheidender Fregattenauftrag steht nun auf der Kippe und überlagert den Rekordauftragsbestand des Konzerns in Höhe von 64 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 verzeichnete Rheinmetall einen Umsatzanstieg von 20 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Auch der operative Gewinn kletterte um 18 Prozent auf 835 Millionen Euro – der höchste Wert in der Unternehmensgeschichte. Trotz dieser Erfolgsmeldungen sank der Aktienkurs, da sich Sorgen um einen stockenden Auftrag im Volumen von sechs Milliarden Euro für sechs Fregatten des Typs 126 verdichteten.

Das Geschäft steht vor mehreren Hindernissen: Neben der Einhaltung deutscher und europäischer Vergaberichtlinien sind Sicherheitsüberprüfungen und parlamentarische Zustimmungen erforderlich. Laufende Vergabestreitigkeiten, Kapazitätsengpässe in der neu übernommenen Sparte Naval Systems von Rheinmetall sowie Haushaltsverzögerungen nach den Frühjahrswahlen haben zusätzlich für Unsicherheit gesorgt. Der Konkurrent TKMS bleibt ein starker Mitbewerber und setzt Rheinmetall weiter unter Druck.

Anleger müssen nun abwägen, ob sie den soliden Finanzdaten des Unternehmens oder den politischen Risiken mehr Gewicht beimessen. Sollte der Fregattenauftrag tatsächlich an Rheinmetall gehen, könnte dies weiteres Wachstum befeuern. Geht er jedoch verloren oder verzögert sich, droht dem Aktienkurs trotz operativer Stärke eine Phase der Stagnation.

Die Entscheidung über den Fregattendeal wird maßgeblich über die künftige Entwicklung von Rheinmetall entscheiden. Zwar bleiben Auftragsbestand und Gewinne auf Rekordniveau, doch politische und verfahrensbedingte Verzögerungen trüben die kurzfristigen Aussichten. Die Vertragsvergabe könnte darüber entscheiden, ob sich die Aktie erholt oder länger in der Unsicherheit verbleibt.

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