Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte und setzt voll auf Rüstung
Olav RuppertRheinmetall verkauft Autozulieferer-Geschäft - Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte und setzt voll auf Rüstung
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte – Fokus auf Rüstung
Rheinmetall trennt sich von seinem Automotive-Geschäft
Rheinmetall verkauft Automotive-Sparte – Fokus auf Rüstung
17. Dezember 2025, 23:30 Uhr
Rheinmetall verkauft seine Automotive-Sparte, um sich vollständig auf den Rüstungssektor zu konzentrieren. Das Unternehmen steht in Verhandlungen mit zwei potenziellen Käufern für seine Automobil- und Energietechnik-Sparte. Damit vollzieht der Konzern einen grundlegenden Strategiewechsel.
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern plant, den Verkauf bis Anfang 2026 abzuschließen. Verhandelt wird mit der Beteiligungsgesellschaft Advent International sowie dem Automobilzulieferer Continental, die beide großes Interesse an der Übernahme der Sparten gezeigt haben.
Die Automotive- und Energietechnik-Bereiche von Rheinmetall, darunter die Tochtergesellschaft Power Systems, werden in den Finanzberichten künftig als „eingestellte Geschäftsbereiche“ ausgewiesen. Die Neuausrichtung erfolgt im Zuge einer stärkeren Fokussierung auf den Rüstungssektor, in dem das Unternehmen erhebliches Wachstumspotenzial sieht.
Für das Jahr 2025 prognostiziert Rheinmetall für seine verbleibenden Geschäftsbereiche ein Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent. Zudem erwartet der Konzern eine operative Marge von 18,5 bis 19,0 Prozent – ein Zeichen für das Vertrauen in die rüstungsorientierte Zukunft.
Mit dem Verkauf der Automotive- und Energiesparten strafft Rheinmetall sein Geschäftsmodell. Durch die klare Ausrichtung auf Rüstung will das Unternehmen seine Marktposition weiter stärken. Die geplante Transaktion im Jahr 2026 markiert den Abschluss einer umfassenden Umstrukturierungsphase.