Ruhrfestspiele 2024 starten mit bewegendem Flüchtlingsdrama aus dem Iran
Horst FischerRuhr Festival Eröffnet mit iranischem Drama auf Persisch - Ruhrfestspiele 2024 starten mit bewegendem Flüchtlingsdrama aus dem Iran
Die Ruhrfestspiele 2023 eröffnen mit einem packenden Flüchtlingsdrama aus dem Iran
Unter dem Titel "Das Kind" erzählt das Stück die Geschichte von drei Frauen und einem Kind, die an einer europäischen Grenze gestrandet sind. Das diesjährige Festival, das künstlerische Festivals 2025 findet vom 1. Mai bis zum 13. Juni unter dem Motto "Schock und Staunen" statt.
Die Produktion markiert einen bedeutenden Moment für die Ruhrfestspiele. Das von der iranischen Dramatikerin Naghmeh Samini verfasste Stück wird auf Persisch aufgeführt – mit deutschen und englischen Untertiteln. Die Premiere ist für den 4. bis 6. Mai geplant, doch ob die Aufführung stattfinden kann, steht noch nicht fest.
Festivalleiter Olaf Kröck hat eng mit der Theatergruppe zusammengearbeitet, die Kommunikation lief über WhatsApp. Zudem schaltete er das Auswärtige Amt ein, um die Einreise des Ensembles nach Recklinghausen zu ermöglichen. Sollten die künstler nicht anreisen können, wird die Vorstellung abgesagt – eine Entscheidung, die selbst eine starke Symbolkraft trägt.
Das diesjährige Programm umfasst mehrere Welt- und Deutschlandpremieren sowie Auftritte renommierter Schauspieler:innen wie Katja Riemann, Katharina Thalbach und Joachim Król. Wegen Sanierungsarbeiten im Großen Haus, dem Hauptspielort, finden alle Vorstellungen in einem provisorischen Festzelt statt. Der Raum bietet Platz für fast 500 Zuschauer:innen und sichert so die Durchführung des Festivals trotz der Schließung des Hauptgebäudes.
"Das Kind" ist die einzige Premiere der Ruhrfestspiele 2024, die von iranischen künstlern geprägt wird, und unterstreicht damit den Fokus des Festivals auf Flüchtlingsgeschichten und interkulturelles Erzählen.
Die Eröffnungsproduktion steht für künstlerischen Anspruch und logistische Herausforderungen zugleich. Gelingt die Aufführung, bringt "Das Kind" eine drängende Flüchtlingsthematik auf die deutsche Bühne. Ohne das Ensemble würde seine Abwesenheit selbst zur Botschaft des Festivals.






