RWE setzt auf grünen Wasserstoff und treibt Aktienrückkäufe voran
Horst FischerRWE setzt auf grünen Wasserstoff und treibt Aktienrückkäufe voran
RWE hat weitere Schritte unternommen, um sein grünes Energiegeschäft auszubauen, und dabei gleichzeitig eine starke finanzielle Dynamik aufrechterhalten. Das Unternehmen hat kürzlich in Lingen die Inbetriebnahme der größten grünen Wasserstoffanlage Europas eingeleitet. Gleichzeitig läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter – erst jüngst wurden an der Frankfurter Börse Papiere im Wert von rund 74.000 Pfund Euro erworben.
Analysten blicken optimistisch in die Zukunft von RWE: Die UBS hat ihr Kursziel auf 55 Euro angehoben und betont das erhebliche Wachstumspotenzial der Aktie.
Am 9. Januar 2026 bestätigte die UBS-Analystin Wanda Serwinowska ihre "Kaufen"-Empfehlung für RWE und erhöhte das Kursziel von 45 auf 55 Euro. Als Gründe nannte sie mehrere Wachstumstreiber für den Aktienkurs im Jahr 2026 sowie höhere Gewinnprognosen für die Jahre 2025 bis 2028. Die UBS sieht nun ein Aufwärtspotenzial von über 20 Prozent und stuft RWE als Branchenfavoriten ein.
Unterdessen bleibt das Aktienrückkaufprogramm von RWE aktiv. Die Treuhandgesellschaft Computershare Trustees Limited erwarb im Auftrag der britischen Tochtergesellschaften des Konzerns 1.797 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 41,18 Pfund Euro – was einem Volumen von etwa 74.000 Euro entspricht.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen die Energiewende voran: In Lingen hat ein 100-Megawatt-Elektrolyseur – der größte seiner Art in Europa – die Inbetriebnahmephase begonnen. Bis 2027 soll die Produktionskapazität auf 300 MW ausgebaut werden, wobei bereits langfristige Lieferverträge abgeschlossen wurden. Die Raffinerie von TotalEnergies in Leuna hat sich den Wasserstoffausstoß für die nächsten 15 Jahre gesichert.
Trotz dieser Fortschritte bleiben die Herausforderungen auf dem deutschen Gasmarkt bestehen. Die Speicherstände liegen weiterhin deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt, was Sorgen vor möglichen Engpässen schürt, falls die Winterbedingungen länger anhalten. Branchenvertreter warnen vor mittelfristigen Risiken während des Umstiegs auf erneuerbare Energien.
RWEs strategische Neuausrichtung hin zu grünem Wasserstoff und alternativen Energiequellen gewinnt zunehmend an Fahrt. Angesichts der von Analysten prognostizierten starken Gewinnsteigerungen und der aktiven Aktienrückkäufe scheint das Vertrauen der Anleger gefestigt. Dennoch könnten die angespannten Bedingungen auf dem deutschen Gasmarkt in den kommenden Monaten weiterhin Hürden darstellen.