Schalke-Kapitän Karaman dementiert Sprachstreit im Team – "absurd und amüsant"
Horst FischerSchalke-Kapitän Karaman dementiert Sprachstreit im Team – "absurd und amüsant"
Schalke-04-Kapitän Kenan Karaman weist Berichte über Sprachstreitigkeiten im Team zurück
Die Kontroverse war aufgekommen, nachdem die Bild-Zeitung behauptet hatte, einige Spieler fühlten sich durch die Verwendung bosnischer und kroatischer Begriffe in den aktuelle nachrichten unwohl. Karaman bezeichnete die Vorwürfe als haltlos und sogar "amüsant".
Die jüngsten sportlichen Probleme des Teams – fünf Spiele ohne Sieg – haben Spekulationen über Spannungen abseits des Platzes weiter angeheizt.
Im Mittelpunkt steht der häufige Gebrauch bosnischer und kroatischer Ausdrücke, insbesondere des Wortes brate ("Bruder"), in der Kabine. Zwar ist unklar, wie viele Spieler bosnische oder kroatische Wurzeln haben, doch die Winterneuzugänge haben die sprachliche Vielfalt im Kader noch verstärkt.
Karaman, seit langem bei Schalke aktiv, wies die Idee eines Sprachkonflikts zurück. Er bezeichnete die Berichte als Versuch, den Verein von außen zu destabilisieren. Trotz der schwachen Leistungen weigerte er sich, von einer Krise zu sprechen, und nannte die Phase stattdessen eine "Lernzeit".
Der Kapitän lobte zudem Cheftrainer Miron Muslic für dessen Ruhe und Fokussiertheit in der schwierigen Phase. Doch der Klub steht vor weiteren Turbulenzen, darunter ein öffentlicher Streit zwischen Muslic und Jugendtrainer Norbert Elgert sowie anhaltende Spannungen mit dem früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.
Schalke hatte die Saison stark begonnen, liegt nun aber seit fünf Spielen ohne Sieg. Die Talfahrt hat zu wachsender Unruhe unter den Fans und vermehrter medialer Aufmerksamkeit für die internen Dynamiken geführt.
Karamans Zurückweisung der Sprachvorwürfe hat die Spekulationen um Schalke nicht beendet. Der Klub bleibt unter Druck – sowohl wegen der sportlichen Ergebnisse als auch der Konflikte abseits des Platzes. Da keine schnelle Lösung in Sicht ist, wird sich zeigen müssen, ob das Team in den kommenden Wochen wieder Stabilität findet.