09 January 2026, 04:27

Schwalmtals autofreies Neller-Viertel: 180 Wohnungen und grüne Oasen auf Bahnhofsareal

Ein gelbes Gebäude mit Geschäften und einem weißen Schild mit der Aufschrift "Metro" an der unteren Vorderseite.

Schwalmtals autofreies Neller-Viertel: 180 Wohnungen und grüne Oasen auf Bahnhofsareal

Die Pläne für ein neues Wohngebiet in Schwalmtal haben konkrete Formen angenommen, nachdem der Gemeinderat die notwendigen Bebauungsverfahren genehmigt hat. Das sogenannte Neller-Viertel soll auf dem Gelände eines ehemaligen Bahnhofs ein gemischtes Quartier mit 150 bis 180 Wohneinheiten entstehen lassen – autofrei und mit besonderem Fokus auf grüne Gemeinschaftsflächen.

Das Areal, das die Firma Sanders bereits vor mehreren Jahren erworben hatte, wurde in den vergangenen Monaten vorbereitet: Die meisten Altbauten wurden abgerissen, und belastete Böden wurden saniert. Ein Teil des Geländes beherbergt bereits eine Kindertagesstätte, während die verbleibenden 18.000 Quadratmeter für die vollständige Neugestaltung vorgesehen sind.

Der Architekt Michael Neller legte dem Gremium drei Entwurfsvarianten vor, die alle einen parkähnlichen Zuschnitt mit einem zentralen Gemeinschaftsbereich vorsehen – eine bewusste Anlehnung an die historische Bahnhofsnutzung. Geplant sind eine Mischung aus Reihenhäusern und mehrgeschossigen Wohnblocks, die ausschließlich zur Miete angeboten werden sollen. Das Angebot richtet sich an verschiedene Bedürfnisse: von Wohnungen für junge Leute über geförderte und inklusive Wohnformen bis hin zu betreuten Seniorenwohnungen. Ein zentrales Element ist eine unterirdische Parkebene, die das Viertel selbst autofrei hält. Bevor die Bauarbeiten beginnen, wird das Westkreis-Gemeindezentrum Anfang 2026 umziehen, um Platz für die vollständige Umgestaltung des Gebiets zu schaffen.

Mit der Zustimmung des Gemeinderats starten nun die formellen Bebauungsplanverfahren. Nach deren Abschluss soll das Neller-Viertel Schwalmtal eine Mischung aus Wohnraum, Grünflächen und autofreiem Leben bringen – ein Projekt, das modernes Wohnen mit dem historischen Erbe des Ortes verbindet.