27 June 2026, 16:13

Schwarzgeld und Scheingeschäftsführer: Betrugsprozess vor Landgericht Münster

HZA-MS: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster und der Hauptzollstelle Münster: Zwei Festnahmen und mehrere Durchsuchungen aufgrund von Betrug in der Baubranche

Schwarzgeld und Scheingeschäftsführer: Betrugsprozess vor Landgericht Münster

Vor dem Landgericht Münster muss sich ein 33-jähriger Mann wegen strafrechtlicher Vorwürfe verantworten. Ihm werden Lohnvorenthaltung, Untreue und Betrug zur Last gelegt. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein Bauunternehmen, das ohne ordnungsgemäße Anmeldung von Mitarbeitern und ohne Abführung von Sozialabgaben operierte.

Der Beschuldigte soll das Unternehmen mit beträchtlicher Geheimhaltung geführt haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Jahr 2022 stießen die Behörden auf belastendes Material. Um seine Machenschaften zu verschleiern, setzte er zeitweise eine 54-jährige Frau als scheinbare Geschäftsführerin und Inhaberin des Unternehmens ein.

Auch eine 61-jährige Mitarbeiterin steht im Verdacht, an dem System mitgewirkt zu haben, indem sie in die Unternehmensführung eingebunden war. Sowohl die Frau als auch die Angestellte sollen den Hauptbeschuldigten bei seinen illegalen Aktivitäten unterstützt haben.

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Das Hauptzollamt Münster führte kürzlich in Münster und Senden Haftbefehle aus. An der Großrazzia waren fast 110 Zollbeamte, rund 40 Bundespolizisten sowie mehrere Vertreter der Staatsanwaltschaft und lokaler Kommunen beteiligt. Bei den Durchsuchungen wurden mehrere Immobilien durchsucht.

Der Beschuldigte muss sich nun wegen der Vorwürfe vor Gericht verantworten. Die Ermittlungen dauern an, um das Ausmaß der illegalen Machenschaften aufzuklären. Der Fall zeigt das Ausmaß der Operation und die Verstrickung mehrerer Verdächtiger.

Quelle