Schweinehalter kämpfen 2025 mit Fristenflut und neuen Biosicherheitsregeln
Olav RuppertSchweinehalter kämpfen 2025 mit Fristenflut und neuen Biosicherheitsregeln
Deutsche Schweinehalter stehen zu Beginn des Jahres 2025 vor einem arbeitsreichen Start: Mehrere Meldefristen und verschärfte Biosicherheitsvorschriften warten auf sie. Ab dem 1. Januar gelten strengere Auflagen im Rahmen des QS-Systems, die individuelle Risikobewertungen vorsehen. Gleichzeitig müssen bis Mitte Januar Meldungen an die Antibiotika-Datenbank (TAM) und das HI-Tier-System eingereicht werden. Digitale Hilfsmittel sollen den Landwirten helfen, die aktualisierten Vorgaben einzuhalten.
Die jährliche Meldeflut hat begonnen – mit Pflichtangaben in drei verschiedenen Systemen. Zwischen dem 1. und 14. Januar müssen Schweinehalter ihre Produktionsart sowie die Tierbestände für die zweite Jahreshälfte 2024 an die TAM melden. Selbst Betriebe, die keine Antibiotika eingesetzt haben, müssen eine Nullmeldung abgeben. Dabei gelten Meldegrenzen: 250 Tiere bei Mastferkeln und Mastschweinen, 85 Tiere bei Zuchtsauen oder Saugferkeln.
Bis zum 15. Januar ist zudem die jährliche Bestandsmeldung über HI-Tier fällig, die den Tierbestand zum Stichtag 1. Januar widerspiegeln muss. Auch Betriebe ohne Schweinebestand an diesem Tag müssen eine Nullmeldung einreichen, um weiterhin förderfähig zu bleiben. Die Fristen für den Tierseuchenfonds variieren je nach Bundesland: Die Referenztage liegen im Januar, die Meldefenster schließen sich zwischen dem 17. und 31. Januar. Zudem treten im Januar neue Biosicherheitsregeln des QS-Systems in Kraft. Landwirte müssen nun individuelle Risikobewertungen durchführen, unterstützt durch ein digitales "Risiko-Ampel"-Tool. Teilnehmer der Initiative Tierwohl (ITW) stehen zudem vor der jährlichen Pflicht, Stallklima und Trinkwasserqualität zu prüfen. Kontrollen werden die Einhaltung des seit 2023 verpflichtenden Digitalen Biosicherheitsboards überprüfen – mit Fokus auf korrekte Dokumentation und Umsetzung.
Die ersten Wochen des Jahres 2025 bringen für Schweinehalter einen straffen Zeitplan mit sich: Neue Biosicherheitschecks treffen auf bewährte Meldepflichten. Die Einhaltung der Fristen für TAM, HI-Tier und den länderspezifischen Tierseuchenfonds ist entscheidend, um Strafen zu vermeiden und Fördergelder zu sichern. Digitale Tools sollen den Prozess erleichtern – doch die Landwirte müssen zügig handeln, um alle Anforderungen zu erfüllen.