Seniorenrat fordert Stopp der VRR-Preissteigerungen – "Unzumutbare Belastung!"
Horst FischerSeniorenrat fordert Stopp der VRR-Preissteigerungen – "Unzumutbare Belastung!"
Der Seniorenrat hat die Verkehrsverantwortlichen aufgefordert, die geplanten Preiserhöhungen im gesamten VRR-Netz zu stoppen. In einer scharf formulierten Stellungnahme warnte die Organisation, dass steigende Kosten und die Umstellung auf rein digitale Ticketlösungen ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden. Der Appell folgt einem Beschluss vom vergangenen November, in dem fairere und transparenterere Preise gefordert worden waren.
Die jüngste Initiative richtet sich direkt an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Tarifpartner. Der Rat argumentiert, dass die jüngsten Preiserhöhungen eine unzumutbare Belastung für Senioren darstellen, die bereits mit stark steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Viele ältere Menschen könnten sich zusätzliche finanzielle Belastungen schlicht nicht leisten, heißt es in der Erklärung.
Grenüberschreitende Fahrten zwischen verschiedenen Kommunalgebieten dürften nicht mit Zusatzkosten verbunden sein, betont die Stellungnahme weiter. Zudem macht der Rat darauf aufmerksam, dass digitale Ticketlösungen diejenigen ausschließen könnten, die auf herkömmliche Methoden angewiesen sind. Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Fahrscheine seien für viele Senioren nach wie vor unverzichtbar.
Bereits im November 2025 hatte der Seniorenrat sozial gerechtere Tarife gefordert. Angesichts der voranschreitenden Digitalisierung pocht die Organisation nun darauf, dass keine Gruppe abgehängt werden dürfe. Der Zugang zum öffentlichen Nahverkehr müsse für alle gewährleistet bleiben – unabhängig von technischen Fähigkeiten oder Einkommen.
Mit ihren Forderungen setzt der Rat die Verkehrsverantwortlichen unter Druck, sowohl die Preispolitik als auch die Ticketangebote zu überdenken. Ohne Kurskorrekturen, so die Warnung, könnten ältere Fahrgäste künftig noch größere Schwierigkeiten haben, mobil zu bleiben. Die Entscheidung wird zeigen, ob der öffentliche Nahverkehr in der Region für alle zugänglich bleibt.






