01 January 2026, 16:30

Silvester 2025 in NRW: Weniger Gewalt, aber weiterhin Risiken für die Polizei

Ein Krankenwagen steht links von einer Straße, während auf der rechten Seite ein Zelt eine Gruppe von Menschen schützt, mit einem Tisch und einem Stuhl in der Nähe.

22 Polizeibeamte erleiden leichte Verletzungen an Silvester - Silvester 2025 in NRW: Weniger Gewalt, aber weiterhin Risiken für die Polizei

Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen: Rückgang von Gewalt und Angriffen auf Polizisten 2025

In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Gewaltvorfälle und Angriffe auf Polizeibeamte in der Silvesternacht 2025 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die Behörden verzeichneten weniger Körperverletzungen, Festnahmen und Vorfälle mit Pyrotechnik. Trotz der Verbesserungen blieben die Einsatzkräfte jedoch weiterhin Risiken ausgesetzt.

Die Angriffe auf Polizisten sanken auf 30 Vorfälle – im Vorjahr waren es noch 39 gewesen. Auch die allgemeine Zahl der Körperverletzungen ging um 27 Prozent zurück, mit 263 registrierten Fällen. Gleichzeitig erlitten 22 Beamte leichte Verletzungen während ihres Dienstes.

Die Polizei sprach 1.396 Platzverweise aus, was einem Anstieg um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Vorläufige Festnahmen gingen auf sieben zurück (2024: 13), und die Zahl der Ingewahrsamnahmen verringerte sich um 9 Prozent auf 154 Personen. Der Einsatz von Pyrotechnik gegen Polizisten nahm deutlich ab: Nur 20 Vorfälle wurden gemeldet, nach 54 im Vorjahr. Dennoch gab es 168 Fälle von schwerer Körperverletzung während der Feiern.

Keine bestimmte Stadt in Nordrhein-Westfalen wurde als besonders betroffen von Böller-Verletzungen hervorgehoben. In den Berichten hieß es lediglich, es habe vereinzelte, nicht zusammenhängende Vorfälle gegeben – etwa zwei Todesfälle in Bielefeld durch selbstgebaute Sprengsätze sowie Brände in Hagen, die möglicherweise mit Feuerwerk in Verbindung standen.

Der allgemeine Rückgang von Gewalt und Angriffen deutet auf ein sichereres Silvester für Bürger und Einsatzkräfte hin. Dennoch zeigen die Zahlen zu schweren Körperverletzungen und leichten Verletzungen bei Polizisten, dass Risiken bestanden. Die Behörden werden die Daten voraussichtlich auswerten, um künftige Sicherheitsmaßnahmen zu bewerten.