Solingen streitet über CDU-Pläne: Räumung statt Lösungen für Obdachlose?
Hans-Theo KuhlSolingen streitet über CDU-Pläne: Räumung statt Lösungen für Obdachlose?
Bürgergemeinschaft kritisiert CDU-Pläne für Räumung am Solinger Hauptbahnhof: "Einfache Vertreibung löst nichts"
Solingen – Die CDU hat kürzlich verschärfte Straßenordnungen vorgeschlagen, um die Situation obdachloser Menschen in der Unterführung am Solinger Hauptbahnhof zu entschärfen. Konkret sollen das Lagern, Campen und Übernachten tagsüber verboten werden. Gleichzeitig will die Partei bestehende Hilfsangebote stärker bewerben. Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) begrüßt zwar, dass
8. Dezember 2025, 18:25 Uhr
Die Debatte um Obdachlosigkeit in der Unterführung des Solinger Hauptbahnhofs hat an Schärfe gewonnen, nachdem die CDU unionsparteienfremde Regelungen für den öffentlichen Raum gefordert hat. Die Partei will tagsüber jeglichen Aufenthalt in dem Bereich untersagen und obdachlose Menschen gezielt in bestehende Unterstützungseinrichtungen lenken. Kritiker werfen dem Vorhaben jedoch vor, die eigentlichen Ursachen des wachsenden Problems zu ignorieren.
Im Mittelpunkt des CDU-Vorschlags steht eine Verschärfung der öffentlichen Ordnungsvorschriften, darunter ein Verbot des Verweilens in der Unterführung am Tag. Die Partei argumentiert, dies werde Obdachlose dazu bewegen, die bereits vorhandenen Hilfsangebote anzunehmen. Doch Widerstand kommt prompt von lokalen Initiativen, allen voran der Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS).
Die Pläne der CDU stoßen bei Aktivisten auf massive Ablehnung, die eine ganzheitlichere Lösung fordern. Die BfS setzt sich weiterhin für nachhaltige Maßnahmen ein, die Obdachlosigkeit an der Wurzel bekämpfen, ohne öffentliche Räume einfach zu sperren. Der Streit spiegelt die grundsätzlichen Spannungen wider, wie in Solingen sozialer Support und städtische Ordnung in Einklang gebracht werden können.