15 January 2026, 06:38

Solingens Wirtschaftswende: Wie die WiFö mit neuem Kurs und regionaler Zusammenarbeit überzeugt

Ein grünes Gebäude mit Efeu an seiner Seite, umgeben von Bäumen, Fahrzeugen, Pfählen, Schildern und anderen Gebäuden, unter einem bewölkten Himmel, Teil der Staufbilter Biodiversität in Berlin, Deutschland.

Solingens Wirtschaftswende: Wie die WiFö mit neuem Kurs und regionaler Zusammenarbeit überzeugt

Solingens Wirtschaft im Wandel: Künftiges Wachstum wird vor allem im Dienstleistungssektor erwartet – insbesondere im Gesundheitsbereich. Gleichzeitig hat die Wirtschaftsförderung Solingen (WiFö) unter neuer Führung eine Wende vollzogen. Aktuelle Reformen haben klarere Zuständigkeiten geschaffen und einen proaktiveren Ansatz bei der Unterstützung lokaler Unternehmen etabliert.

Die WiFö stand in den vergangenen Jahren vor Herausforderungen, hat sich unter der neuen Leitung jedoch stabilisiert. Ein dreiköpfiges Führungsteam lenkt die Behörde nun, mit Stadtkämmerer Wienicke als Geschäftsführer. Die Solinger Grünen begrüßen diese Neuaufstellung und betonen die verbesserte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Kommunalpolitik.

Auch strategisch hat die WiFö einen Kurswechsel vollzogen: Statt auf Anfragen von Unternehmen zu warten, geht das Team nun aktiv auf Solinger Betriebe zu. Dieser Wandel findet Anerkennung bei den Grünen-Co-Vorsitzenden Ruth Fischer-Bieniek und Leon Kröck, die den aktuellen Kurs der WiFö als lösungsorientiert und kooperativ beschreiben.

Über die lokale Ebene hinaus gewinnt die regionale Vernetzung an Fahrt. Die Grünen werben für einen gemeinsamen „Bergischen“ Ansatz, der Wuppertal, Solingen und Remscheid enger verzahnt. Diese Initiative, unterstützt von der Wirtschaftsförderung Bergisch Land GmbH (WFG), der IHK Wuppertal und regionalen Unternehmen, soll das Dreistädtegebiet als Wirtschaftsstandort stärken.

Unterdessen hat der Solinger Stadtrat beschlossen, nicht automatisch neue Gewerbeflächen am Stadtrand auszuweisen. Die Grünen unterstützen diesen Schritt und verweisen auf ungelöste Nutzungskonflikte sowie die Notwendigkeit, tatsächlichen Bedarf nachzuweisen. Statt voreiliger Erweiterungen fordern sie, bestehende brachliegende Industrieflächen gezielt zu vermarkten.

Langfristig wird künstliche Intelligenz die Wirtschaftsstrukturen verändern – Unternehmen könnten künftig weniger physische Flächen benötigen, was Solingens industriellen Wandel zusätzlich prägt.

Laut lokalen Verantwortlichen haben die Umstrukturierung der WiFö und ihr proaktiver Kurs die Arbeit der Behörde spürbar verbessert. Auch die regionale Zusammenarbeit wird ausgebaut, um die drei Bergischen Städte als stärkere Wirtschaftseinheit zu positionieren. Derzeit setzt Solingen jedoch auf die Optimierung bestehender Ressourcen statt auf rasche Expansion.