04 February 2026, 10:10

Solinger Kirche plant radikale Standort-Reduzierung bis 2037

Eine evangelische Kirche in Bacoor City, Cavite, mit einem Schild, einem Metallzaun, einer Wand, Bäumen, Fahrzeugen, Gebäuden, Pfählen und einem bewölkten Himmel.

Solinger Kirche plant radikale Standort-Reduzierung bis 2037

Die evangelische Kirche in Solingen überprüft derzeit ihre Immobilien im Rahmen eines langfristigen Zukunftskonzepts. Mit 13 aktiven Kirchengebäuden und neun Gemeindezentren räumen Verantwortliche ein, dass es auf Dauer nicht tragbar sein werde, alle Standorte offen zu halten. Bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, werden Vorschläge präsentiert, welche Einrichtungen über das Jahr 2035 hinaus genutzt werden sollen.

Die Diskussion hatte im November 2025 begonnen, als der Bezirkssynodalvorstand eine Arbeitsgruppe damit beauftragte, erste Empfehlungen zu erarbeiten. Unter der Leitung des ehemaligen Stadtdirektors Hartmut Hoferichter konzentrierte sich das Team auf praktische Bedürfnisse statt auf Kostenfragen. Zentrale Fragen waren, welche Standorte der Gemeinde am besten dienen, welche zu der langfristigen Strategie passen und wie bestehende Einrichtungen effizienter genutzt werden könnten.

Superintendentin Dr. Ilka Werner betonte, dass es in der ersten Phase vor allem um die Anforderungen der Gemeinden, die Standortvorteile und die verfügbaren Ressourcen gehe. Finanzielle Aspekte wie Sanierungs- und Betriebskosten würden erst später geprüft. Ziel ist es, die Gesamtfläche der Kirchengebäude bis 2037 etwa zu halbieren.

Die Informationsveranstaltung in der Stadtkirche Mitte bietet Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, die Pläne kennenzulernen, Fragen zu stellen und sich in den Entscheidungsprozess einzubringen. Die Vorschläge der Arbeitsgruppe bilden die Grundlage für weitere Beratungen, bevor endgültige Beschlüsse gefasst werden.

Das Treffen markiert den Auftakt zu einer breiteren Debatte über die Zukunft der evangelischen Gebäude in Solingen. Bis 2037 will die Kirche ihr Immobilienportfolio straffen, dabei aber sicherstellen, dass die verbleibenden Standorte den Bedürfnissen der Gemeinde gerecht werden. Weitere finanzielle Bewertungen und die Beteiligung der Öffentlichkeit werden die nächsten Schritte prägen.