07 April 2026, 12:14

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

Eine kleine, weiße Kirche mit einem Turm und einem Kreuz steht auf einem Feld, umgeben von einem Zaun und hohen Bäumen, mit dem Text "Kirche der Versöhnung an der Nerl" unten.

Solinger Kirchenkreis stimmt über Fusion mit Düsseldorf-Mettmann und Niederberg ab

An diesem Wochenende findet im Kirchenkreis Solingen der Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof statt. Im Mittelpunkt der Beratungen steht ein grundlegender Vorschlag: die Fusion mit den benachbarten Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltung in der Region.

Die Idee einer Zusammenlegung entstand erstmals im Sommer 2025, als erste Sondierungsgespräche zwischen den drei Kirchenkreisen begannen. Seitdem hat eine gemeinsame Sitzung der Synodalvorstände beschlossen, den Plan voranzutreiben. Das formelle Verfahren soll im Januar 2026 eingeleitet werden.

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Am Freitagabend wird die Synode mit haushaltspolitischen Diskussionen und einer Würdigung der Pfarrerin Astrid Klumb eröffnet. Am folgenden Tag stimmen die Delegierten darüber ab, ob das Fusionsverfahren eingeleitet und die Initiative "Klingenkirche 2030" überprüft werden soll. Zudem wird Solingens neu gewählter Oberbürgermeister Daniel Flemm die Versammlung am Samstagmorgen mit einer Ansprache begleiten.

Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine fortgesetzte Eigenständigkeit die Ressourcen des Kirchenkreises Solingen überlasten würde. Eine Fusion würde ihrer Meinung nach administrative Belastungen verringern, während die örtlichen Gemeinden innerhalb einer neuen regionalen Struktur weiterhin Entscheidungskompetenz behielten. Sollte der Beschluss fallen, könnte der Prozess drei bis vier Jahre dauern – mit richtungsweisenden Entscheidungen, die die Zukunft des Kirchenkreises prägen werden.

Das Ergebnis der dieswöchigen Abstimmung wird darüber entscheiden, ob die Fusion voranschreitet. Bei einem positiven Ausgang entstünde ein größerer Verwaltungsverband, der gleichzeitig die regionale Autonomie der Solinger Gemeinden bewahrt. Die nächsten Schritte würden sich dann über mehrere Jahre erstrecken – mit entscheidenden Weichenstellungen, die noch anstehen.

Quelle