Stichwahl in Solingen: Warum weniger Wähler ihre Briefwahl nutzten
Stichwahl in Solingen: Rückgang bei Briefwahlstimmen im Vergleich zur Hauptwahl
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging die Rücklaufquote der Briefwahlstimmen im Vergleich zur Hauptwahl zurück. Zwar blieb die Wahlbeteiligung insgesamt hoch, doch weniger Wähler sandten ihre Briefwahlunterlagen fristgerecht zurück. Als Hauptgründe für den Rückgang nannten die Wahlhelfer enge Fristen und logistische Herausforderungen.
Bei der Hauptwahl am 14. September 2020 waren von 25.586 ausgegebenen Briefwahlunterlagen noch 22.745 abgegeben und ausgezählt worden – eine Rücklaufquote von 88,9 Prozent. Die Gesamtwahlbeteiligung hatte damals 91,38 Prozent erreicht.
In der Stichwahl zeigte sich jedoch ein deutlicher Rückgang: Nur 16.415 Briefwahlstimmen wurden zurückgesandt und gewertet, was einer Rücklaufquote von 73,3 Prozent entspricht. Weitere 1.348 Wähler, die ursprünglich Briefwahl beantragt hatten, gaben ihre Stimme stattdessen persönlich im Wahllokal ab. Damit blieben 6.466 berechtigte Wähler, die ihr Briefwahlrecht überhaupt nicht nutzten.
Postverzögerungen trugen zu den niedrigeren Zahlen bei. Das Wahlamt stellte bis zum Mittag des 27. September Ersatzunterlagen für diejenigen aus, die ihre Wahlbenachrichtigungen noch nicht erhalten hatten. Trotz dieser Maßnahme gab etwa ein Viertel der Antragsteller ihre Briefwahlstimme nicht ab. Historisch betrachtet verzeichnen Stichwahlen oft eine geringere Beteiligung – im Schnitt bleiben etwa elf Prozent der Briefwahlstimmen ungenutzt.
In der Stichwahl 2015 hatte die Rücklaufquote noch bei 81 Prozent gelegen – höher als in diesem Jahr, aber ebenfalls unter dem Niveau der Hauptwahl. Diesmal sank die Rückgabequote der Briefwahl von 88,9 Prozent auf 73,3 Prozent. Enge Postlaufzeiten und organisatorische Hürden spielten dabei eine Rolle. Insgesamt 6.466 Wahlberechtigte reichten ihre Stimme nicht ein, was sich auf die endgültige Wahlbeteiligung auswirkte.






