Stillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte bald wieder Personenzüge sehen
Horst FischerStillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte bald wieder Personenzüge sehen
Eine seit langem stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bocholt und Münster könnte bald wieder von Personenzügen befahren werden. Verkehrsplaner halten die Strecke nun für wirtschaftlich tragfähig – und widerlegen damit frühere Zweifel an den Kosten. Befürworter argumentieren, dass die Wiederbelebung den ländlichen Nahverkehr stärken und die Emissionen senken würde.
Ziel des Projekts ist die Reaktivierung der stillgelegten Strecke Bocholt–Münster, die einst Städte wie Borken und Coesfeld verband. Bei Erfolg könnten Züge im Stundentakt oder sogar alle dreißig Minuten verkehren und täglich schätzungsweise 7.000 Fahrgäste transportieren. Die wiederbelebte Verbindung würde zudem die Anbindung an das Ruhrgebiet verbessern.
Neue Kostenschätzungen deuten darauf hin, dass die Arbeiten günstiger ausfallen könnten als zunächst angenommen. Statt einer Voll-elektrifizierung sollen voraussichtlich batteriebetriebene Züge auf der Strecke eingesetzt werden, was die Ausgaben reduziert. Dr. Andreas Klöcker setzt sich seit Langem maßgeblich für eine erneute Prüfung des Vorhabens ein.
Trotz der verbesserten finanziellen Perspektiven gibt es noch Hürden. Knappe Haushalte und Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte könnten den Fortschritt verzögern. Unterstützer drängen nun den Verkehrsverbund Westfalen-Lippe, mit der detaillierten Planung voranzuschreiten.
Die reaktivierte Strecke verspricht schnellere Verbindungen und bessere Verkehrsoptionen für ländliche Regionen. Die ökologischen Vorteile und die geringeren als erwarteten Kosten stärken die Argumente für eine Wiederinbetriebnahme. Die endgültige Entscheidung hängt in den kommenden Monaten von der Finanzierung und der politischen Unterstützung ab.






