08 January 2026, 02:34

Stromausfall in Deutschland: Wie Sie sich auf den Blackout in Mönchengladbach und anderen Städten vorbereiten

Eine Küchenzeile mit Schänken, einem Ofen, einem Gasherd, einem Kühlschrank und einer Leuchte.

Stromausfall in Deutschland: Wie Sie sich auf den Blackout in Mönchengladbach und anderen Städten vorbereiten

Deutsche Behörden warnen die Bevölkerung, sich auf mögliche Stromausfälle vorzubereiten – auch wenn die Regierung derzeit an neuen Gesetzen zum Schutz kritischer Infrastrukturen arbeitet. Zwar wurde keine bestimmte Region als besonders gefährdet eingestuft, doch betonen Beamte, dass Angriffe auf Versorgungsnetze bundesweit eine reale Bedrohung darstellen. Bis strengere Schutzmaßnahmen greifen, werden die Bürger aufgefordert, praktische Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um sich bei Blackouts sicher zu verhalten.

Ein längerer Stromausfall kann das tägliche Leben massiv beeinträchtigen. Ohne Elektrizität fallen in Haushalten Herde, Heizungen, fließendes Wasser und sogar Toilettenspülungen aus. Auch Mobilfunknetze, Geldautomaten, Ampeln und der öffentliche Nahverkehr könnten ausfallen – mit der Folge, dass Menschen von der Außenwelt abgeschnitten sind oder nicht mehr kommunizieren können.

Sicherheitsexperten räumen ein, dass ein lückenloser Schutz der Infrastruktur vor gezielten Angriffen nahezu unmöglich ist. Zwar wurde keine konkrete Region als akut bedroht genannt, doch gelten besonders dicht besiedelte Städte wie Berlin oder Mönchengladbach als verwundbar. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat sogar die Möglichkeit eines Stromausfalls in Mönchengladbach eingeräumt. Als Vorbereitung empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), wichtige Vorräte anzulegen: Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente, Taschenlampen, Batterien und ein batteriebetriebenes Radio. Zudem werden Campingkocher, warme Decken und Bargeld geraten, da digitale Zahlungssysteme ausfallen könnten. Familien sollten einen Kommunikationsplan vereinbaren und wissen, wie man Türen oder Garagentore manuell öffnet. Nachbarn werden aufgefordert, auf gefährdete Personen wie ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern Acht zu geben.

Während eines Stromausfalls sollten sich die Bürger warm anziehen, auf thermische Schlafsäcke zurückgreifen und – falls möglich – im Freien kochen. Falls die Telefonnetze zusammenbrechen, stehen in Mönchengladbach 27 sogenannte „Leuchtfeuer-Stationen“ als Anlaufstellen bereit. Zwar verfügen Energieversorger wie die NEW oder Westnetz über Notfallsysteme, doch können auch sie keinen vollständigen Schutz vor Ausfällen garantieren.

Das KRITIS-Dachgesetz soll die Sicherheit kritischer Infrastrukturen erhöhen, doch die finale Fassung steht noch aus. Bis dahin wird Bürgern empfohlen, die kostenlose offizielle Anleitung mit Checkliste zu nutzen, um ihren Notvorrat aufzustocken. Vorbereitung bleibt der beste Schutz gegen unerwartete Stromausfälle.