06 May 2026, 20:09

Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen gegen das Aus ihrer Betreuungsplätze

Babybedarfsladen im Mall of Asia, mit Menschen, die sich Spielzeug und Artikel anschauen, die auf Gestellen unter Deckenlampen präsentiert werden.

Tagesmütter in Bergisch Gladbach kämpfen gegen das Aus ihrer Betreuungsplätze

Tagesmütter und -väter in Bergisch Gladbach kämpfen ums Überleben

In Bergisch Gladbach stehen viele Tagespflegepersonen vor dem Aus: Sinkende Geburtenraten und der Ausbau von Kita-Plätzen führen zu immer mehr unbesetzten Betreuungsplätzen. Mit 46 freien Plätzen für das kommende Jahr fürchten viele um die Zukunft ihres Berufsstands. Diese Woche gingen lokale Tagespflegekräfte im Rahmen einer bundesweiten Kampagne für familiennahe Kinderbetreuung auf die Straße, um auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen.

Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege Bergisch Gladbach organisierte einen symbolischen „Sternmarsch“ zum Rathaus, um ihre Anliegen vorzutragen. Dutzende Tagesmütter und -väter versammelten sich, um die Bedeutung der Familienbetreuung – besonders für Kinder unter drei Jahren – zu betonen. Trotz des wachsenden Drucks durch Kitas bevorzugen viele Eltern nach wie vor die persönlichere Atmosphäre der Tagespflege.

Doch die Geburtenzahlen in Bergisch Gladbach gehen seit Jahren zurück, während das Angebot an Betreuungsplätzen steigt. Während Kitas ihre Plätze für Unter-Drei-Jährige (U3) ausbauen, geraten Tagespflegepersonen zunehmend unter finanziellen Druck. Manche Eltern wechseln ihre Kinder früher als geplant in eine Kita – aus Sorge, später keinen Platz mehr zu bekommen –, selbst wenn sie ursprünglich die Tagespflege bevorzugt hatten.

Sarah Heller, Vorsitzende des Verbandes, zeichnete ein düsteres Bild der Zukunft des Sektors. Sie kündigte sogar ihren eigenen Ausstieg aus dem Beruf an und begründete dies mit Unsicherheit und mangelnder Unterstützung. „Für die Tagespflege ist nichts Gutes in Sicht“, warnte sie und sprach damit vielen Kolleginnen und Kollegen aus der Seele.

Die Aktionswoche hat die Notlage der Tagespflege in Bergisch Gladbach in den Fokus gerückt. Angesichts rückläufiger Kinderzahlen und wachsender Konkurrenz durch Kitas stehen viele Betreuungspersonen nun vor schwierigen Entscheidungen. Der Verband betont, dass die familiennahe Betreuung – besonders für die Jüngsten – unverzichtbar bleibt. Doch ihr Fortbestand hängt maßgeblich von stärkerer Unterstützung durch die Kommune ab.

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