15 February 2026, 06:23

Tarifdurchbruch im öffentlichen Dienst Solingen: 5,8 Prozent mehr Lohn für 27 Monate

Ein Plakat mit einer Diagrammdarstellung der Bundesregierung und der amerikanischen Gewerkschaft, das Bilder von Menschen, Bäumen, einer Flagge und Text enthält, der die Aspekte der Gewerkschaft beschreibt.

Tarifdurchbruch im öffentlichen Dienst Solingen: 5,8 Prozent mehr Lohn für 27 Monate

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Solingen erzielen nach monatelangen Verhandlungen neuen Tarifabschluss

Nach monatelangen Verhandlungen haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Solingen einen neuen Tarifvertrag durchgesetzt. Die am 14. Februar 2026 erzielte Einigung gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Schulen, Gerichten, Verkehrsbetrieben und Hochschulen in der Region Bergisches Städtedreieck. Sie sieht eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über 27 Monate vor – zusätzlich erhalten Angestellte mindestens 100 Euro mehr im Monat, Auszubildende 150 Euro.

Die Gespräche hatten im Dezember begonnen, wobei die Gewerkschaften deutlich höhere Lohnsteigerungen gefordert hatten, insbesondere für Schichtarbeiter und Nachwuchskräfte. In der finalen Phase kam es zu intensiven, rund um die Uhr geführten Verhandlungen, bis schließlich der Durchbruch gelang.

Der Abschluss sichert sowohl den Beschäftigten als auch den öffentlichen Einrichtungen Stabilität und beugt Warnstreiks vor, die den Betrieb bedroht hätten. Zudem orientiert er sich an einem früheren Tarifabschluss im kommunalen Bereich und trägt so zur Angleichung der Arbeitsbedingungen in Ost- und Westdeutschland bei.

Die Gehälter steigen gestaffelt bis Mitte 2028 an. Diese schrittweise Erhöhung bietet Planungssicherheit für Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen und beendet die monatelange Unsicherheit im öffentlichen Sektor Solingens.

Von den Neuerungen profitieren unter anderem Beschäftigte der Wuppertaler Hochschulen sowie Mitarbeiter in Verwaltung, IT und Verkehr. Der Tarifvertrag umfasst eine breite Palette an Einrichtungen, darunter Straßen.NRW und Justizbehörden.

Die Vereinbarung garantiert eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent über 27 Monate, mit einem Mindestplus von 100 Euro monatlich für Angestellte und 150 Euro für Auszubildende. Gleichzeitig verhindert sie Dienstausfälle und schafft langfristige Planungssicherheit für den öffentlichen Sektor in der Region. Der Abschluss folgt damit dem Muster des kommunalen Tarifvertrags des Vorjahres und trägt zur weiteren Vereinheitlichung der Entgeltstrukturen in ganz Deutschland bei.