14 April 2026, 10:13

Thalia übernimmt Kernbereiche der insolventen Stein Media Group nach Kartellfreigabe

Altes deutsches Regierungspapier mit gedrucktem Text und numerischen Ziffern.

Thalia übernimmt Kernbereiche der insolventen Stein Media Group nach Kartellfreigabe

Bundeskartellamt genehmigt Thalia-Übernahme wichtiger Teile der Stein Media Group

Das Bundeskartellamt hat den Kauf zentraler Bereiche der Stein Media Group durch die Thalia Group abgesegnet. Die Freigabe erfolgte am 18. November – nur zwei Monate nach der Insolvenzanmeldung der Stein Media im September 2023. Thalia, bereits Deutschlands größter Buchhandelskonzern, baut damit seine Position im Segment der Fachbuchdienste weiter aus.

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Im Mittelpunkt der Übernahme steht die Stein'sche Mediengruppe GmbH mit Sitz in Werl, ein spezialisierter Anbieter von Fachinformationsdienstleistungen. Die Thalia-Tochter Lehmanns Media GmbH übernimmt den Großteil der Vermögenswerte. Parallel dazu geht die traditionsreiche A. Stein'sche Buchhandlung in Werl an die Thalia Bücher GmbH.

Die Thalia Group betreibt derzeit rund 570 Filialen in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie einen eigenen Online-Shop. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, bestätigte Thalias Marktführerschaft als größter Buchhändler des Landes. Dennoch bleibe der Bereich der Fachinformationen wettbewerbsintensiv – insbesondere, da der Direktvertrieb durch Verlage nach wie vor eine bedeutende Rolle spiele.

Die Insolvenz der Stein Media Group im September 2023 hatte Fragen zu den finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens aufgeworfen. Mit der Übernahme durch Thalias Tochter Lehmanns Media rückt nun in den Fokus, wie sich der Deal auf diesen Teil des Buchmarkts auswirken wird. Die Genehmigung ermöglicht es Thalia, seine Stellung im Fachbuchbereich zu festigen. Die Übernahme umfasst sowohl physische Buchhandelsassets als auch einen Einstieg in einen Markt, in dem Verlage und Wettbewerber weiterhin aktiv sind. Unklar bleibt jedoch, wie es mit den verbleibenden Geschäftsbereichen von Stein Media weitergeht.

Quelle