22 April 2026, 16:20

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme

Plakat mit Text zur bewussten Ernährung: "Kaufe es mit Bedacht, koche es mit Sorgfalt, verwende weniger Getreide & Fleisch, serviere nur genug, verwende den Rest, verschwendet es nicht."

Uli Hoeneß greift vegane Ernährung scharf an – trotz eigener Herzprobleme

Der ehemalige Bayern-München-Präsident Uli Hoeneß hat mit scharfer Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast für Aufsehen gesorgt. Seine Äußerungen kommen trotz eigener gesundheitlicher Probleme, darunter berichtete Herzschwierigkeiten und Bluthochdruck. Die Aussagen lösten eine Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA aus, die ihn einlud, sich näher mit pflanzlicher Ernährung zu befassen.

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Hoeneß, dessen Familie ein Fleischverarbeitungsunternehmen führt, behauptete, Veganismus führe langfristig zu Krankheiten, und warf Veganern vor, ihre Ansichten zu aggressiv zu vertreten. In einem Interview beim bayerischen Radiosender Antenne Bayern bezeichnete er pflanzliche Ernährung als schädlich und argumentierte, sie mache Menschen auf Dauer krank. Zudem kritisierte er die von ihm als "militant" bezeichnete Haltung vieler Veganer. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wachsender wissenschaftlicher Evidenz, die den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 in Verbindung bringt.

Das Familienunternehmen HoWe Wurstwaren bleibt fest in der Fleischproduktion verankert. Heute wird es von seinen beiden Kindern geführt: Tochter Sabine fungiert als persönlich haftende Gesellschafterin, während Sohn Florian die alleinige Prokura innehat. Hoeneß selbst hatte in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Herausforderungen zu kämpfen – Medienberichten zufolge wurde er wegen Herzproblemen und chronischem Bluthochdruck behandelt.

Als Reaktion auf seine Aussagen lud PETA Hoeneß ein, am Veganstart-Programm der Organisation teilzunehmen. PETA wirbt für pflanzliche Ernährung als gesündere Alternative für Mensch, Tier und Umwelt. Branchenvertreter wie Christian Rauffus, Geschäftsführer der Rügenwalder Mühle, erkannten den Trend zu pflanzlichen Alternativen bereits vor Jahren. Bereits 2014 sagte er vorausschauend: "Wurst ist die Zigarette der Zukunft" – ein Hinweis auf den Wandel im Konsumverhalten.

Das öffentliche Interesse an ausgewogener pflanzlicher Ernährung wächst stetig. Immer mehr Menschen sehen darin Vorteile für die eigene Gesundheit, den Tierschutz und die Nachhaltigkeit. Hoeneß' Kritik am Veganismus steht damit sowohl im Kontrast zu medizinischen Erkenntnissen als auch zu Marktentwicklungen. Während sein Familienbetrieb unter der Führung seiner Kinder weiter auf Fleisch setzt, fördern Gesundheitsorganisationen und Lebensmittelhersteller zunehmend pflanzliche Alternativen. PETAs Einladung, sich mit veganer Ernährung auseinanderzusetzen, bleibt bestehen – ein Zeichen für die anhaltende Debatte über Ernährung, Gesundheit und Ethik.

Quelle